Es ist immer schwer zu glauben, dass es noch eine Welt außerhalb der Berlinale gibt. Am Potsdamer Platz trifft sie einen an diesem Sonntag mit voller Wucht.

Der Platz ist schwarz von Menschen. Solchen, die versuchen, noch Karten für irgendeinen Film zu ergattern. Inzwischen scheint es fast egal, für welchen. Solchen, die in die vielen Kinos strömen. Und solchen, die ganz normale Dinge tun, wie an jedem anderen Sonntag auch. Eis essen zum Beispiel.

Und dann gibt es die, die einkaufen. Computer, Netze mit Apfelsinen, Schuhe. Denn die Geschäfte in den Potsdamer Platz Arkaden sind noch bis 18 Uhr geöffnet. Wie kann man sich für solche Alltäglichkeiten interessieren, wenn die Berlinale doch läuft?

Und dann erinnert man sich: Der Magen knurrt, getrunken hat man auch schon lange nichts. Aber für den Weg in einen der Supermärkte im Untergeschoss ist keine Zeit. Essen, trinken? Später vielleicht wieder.