Prestigeprojekt

Wettbewerb für das Museum der Moderne startet im Mai

Im Mai startet ein Ideenwettbewerb für das Museum der Moderne in Berlin. Noch vor der Sommerpause soll die Freigabe der vom Bundestag bewilligten Mittel beantragt werden.

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Das in Berlin für 200 Millionen Euro geplante Museum der Moderne nimmt Gestalt an. Nach einem Bericht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) an den verantwortlichen Bundestagsausschuss startet im Mai ein internationaler Ideenwettbewerb. Noch vor der Sommerpause soll die Freigabe der vom Bundestag bewilligten Mittel für das Prestigeprojekt beantragt werden.

In dem bis 2021 geplanten Museum könne die weltweit einmalige Sammlung moderner Kunst der Nationalgalerie endlich in gebührendem Umfang gezeigt werden, heißt es in dem Papier. Zugleich könnten die bedeutenden Privatsammlungen Marx, Marzona und Pietzsch mit einem geschätzten Gesamtwert von fast einer Milliarde Euro auf Dauer für die Bundeshauptstadt gesichert werden.

Nach einer Debatte um den Standort im vergangenen Jahr soll das neue Haus nun endgültig zwischen Neuer Nationalgalerie und Berliner Philharmonie entstehen. Das Grundstück gehört zu 80 Prozent dem Land Berlin. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) habe zugesagt, diesen Teil „kostenneutral“ an die für die Museen verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu übertragen, hieß es.

Grütters hofft auf schnelle und kostengüstige Realisierung

Geplant ist eine Ausstellungsfläche von 14 000 Quadratmetern auf mehreren Etagen. „Die Realisierung des Neubaus ist als ÖPP-Projekt (öffentlich-private Partnerschaft) geplant in der Erwartung, dadurch eine schnellere und kostengünstigere Realisierung zu erreichen“, so der Bericht, den Grütters am Mittwoch im Kulturausschuss vorstellen will.

An dem im Mai anlaufenden Ideenwettbewerb sollen sich auch junge Büros beteiligen dürfen. Fünf bis zehn Teilnehmer können sich für den nachfolgenden mehrstufigen Projektwettbewerb qualifizieren, an dem insgesamt rund 40 Büros teilnehmen sollen.

Für das Grundstück gibt es allerdings noch keinen endgültigen Bebauungsplan. Das Land Berlin veranschlagt dafür eineinhalb Jahre. Die Eröffnung ist für 2021 geplant.