Kultur

Berliner Opernhäuser melden trotz Sanierung Besucherrekorde

Deutsche Oper und Staatsoper werden oder wurden saniert, dennoch waren sie so voll wie noch nie. Was die Besucher besonders gern sehen wollten.

Die beiden großen Berliner Opernhäuser vermelden für 2014 beachtliche Auslastungszahlen, obwohl sie eigentlich in der Sanierungsfalle steckten. Die Staatsoper musste weiterhin in der kleineren Ausweichspielstätte, dem Schiller Theater, spielen, die Deutsche Oper war ein halbes Jahr lang geschlossen wegen einer Sanierung der Obermaschinerie. Seit Ende November läuft der Betrieb auf der großen Bühne wieder. In der „Auswärtsspielzeit“ von August bis November, in der 32 Vorstellungen an verschiedenen Orten stattfanden, verzeichnete man eine Auslastung von 98 Prozent. Fürs gesamte Jahr liegt sie bei 82 Prozent mit 210.000 Zuschauern. Spitzenreiter war der „Ring“-Zyklus unter Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles.

Die Staatsoper erreichte 2014 im Schiller Theater eine Rekordauslastung von 89 Prozent. Insgesamt 254.000 Besucher kamen zu den Vorstellungen und Konzerten, davon 185.000 Besucher zu 332 Veranstaltungen in Berlin, 27.000 Besucher zu den internationalen Gastspiel-Konzerten der Staatskapelle Berlin sowie 42.000 Besucher zum Open-air-Konzert der Staatskapelle unter dem Motto „Staatsoper für alle“ auf dem Bebelplatz. Für ein volles Haus sorgten vor allem auch die Neuproduktionen von Wagners „Tannhäuser“ (Regie: Sasha Waltz) und Puccinis „Tosca“ (Alvis Hermanis) – beide musikalisch geleitet von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim.