Pupkulies & Rebecca ist eine dieser Berliner Bands, bei denen man immer vermutet, der große Durchbruch müsste endlich kurz bevorstehen. Die Konzerte von Janosch Blaul, Rebecca Blaul und Sepp Singwald füllen mittelgroße Locations, seit Jahren ist das Elektro-Pop-Trio Stammgast auf der Fusion und ihren Song „Save me“ summte 2007 die ganze Stadt. Oft allerdings, ohne zu wissen, wie diese Band eigentlich hieß.
Doch das soll sich jetzt ändern. Mit ihrem neuen Album „Tibau“, einer Zusammenarbeit mit dem kapverdischen Künstler Tibau Tavares, gehen die drei Musiker zum ersten Mal professionelle Marketingwege. Schließlich soll das Herzensprojekt, für das die Band Anfang des Jahres vier Wochen auf Cabo Verde verbrachte, nicht ungehört bleiben.
Die ungewöhnliche Kooperation verdankt Pupkulies & Rebecca Janosch Blaul, der bis zu seinem vierten Lebensjahr auf den Kapverden lebte. „Mit 18 wollte mein Vater mir zeigen, wo wir damals gelebt haben, und wir sind zusammen hin. Ich bin den Inseln dann erst einmal total verfallen und wollte die Schule abbrechen und am liebsten dort hinziehen“, sagt er. „Aus dieser Zeit stammt auch die Freundschaft mit Tibau.“
Seine Begeisterung hat sich auf die anderen Bandmitglieder übertragen, die bei der Arbeit mit dem afrikanischen Komponisten ganz in dessen Musik aufgingen. „Besonders beeindruckt war ich, als Sepp mir gezeigt hat, wie er seine Parts für den Song ‚Djarmai Azul‘ eingespielt hat. Die Art und Weise, wie er dort Klavier spielt, da hat man gemerkt, dass er vollkommen eingetaucht ist. Auch beim Jammen mit Tibau hat er sich dem extrem angenähert und konnte dieses Gefühl wahnsinnig gut transportieren“, so Janosch Blaul. Herausgekommen ist ein Album, das Berliner Clubsounds mit traditioneller Weltmusik verbindet.
Das Ergebnis gibt es am Donnerstag (31. Oktober 2013) im Postbahnhof am Berliner Ostbahnhof zu hören.





