Tod mit 71 Jahren

Früherer Berliner Museumsdirektor Menghin gestorben

Der langjährige Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, Wilfried Menghin, ist mit 71 Jahren gestorben. Er hatte sein Lebenswerk mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums gekrönt.

Foto: Arno Burgi / dpa

Die baldige Rückkehr des legendären Schatzes des Priamos und des Eberswalder Goldschatzes auf die Berliner Museumsinsel war bis zuletzt sein Herzensanliegen. Jetzt ist der langjährige Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, Wilfried Menghin, gestorben.

Er wurde 71 Jahre alt. Menghin starb am 19. Juni 2013, wie aus den Todesanzeigen seiner Familie und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hervorgeht.

Menghin war von 1990 bis 2008 Direktor des Frühgeschichtlichen Museums in Berlin. Er krönte sein Lebenswerk mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums im Jahr 2009 mit der Büste der Nofretete in der Ägyptischen Sammlung und Beständen aus dem Schatz des Priamos.

„Bis heute kümmerte er sich mit vollem Engagement um den Verbleib der seit Kriegsende vermissten Sammlungsbestände wie die Trojasammlung, seit seiner Pensionierung als Sonderbeauftragter des Präsidenten der Stiftung“, heißt es in einem Nachruf von Stiftungspräsident Hermann Parzinger und dem Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer. „Mit den Kooperationsprojekten „Russen und Deutsche“ sowie „Bronzezeit“ in Berlin, Moskau und Sankt Petersburg festigte er dabei insbesondere die deutsch-russische Zusammenarbeit im Museumsbereich, an deren Aufbau er maßgeblichen Anteil hatte.“

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