Kunst

Gesichter der Renaissance - Berlins Superschau 2011

Nach der großen Franzosen-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie vor zwei Jahren kommt das New Yorker Metropolitan Museum erneut nach Berlin - diesmal um eine Schau zu organisieren, die erst später New York zu sehen ist. Zuerst zeigt das Bodemuseum die bisher umfassendste Ausstellung über die Porträt-Kunst der italienischen Renaissance.

Foto: ddp

"Gesichter der Renaissance“ - so heißt eine Schau mit Meisterwerken italienischer Porträt-Kunst, die das Berliner Bode-Museum und das New Yorker Metropolitan Museum of Art zurzeit vorbereiten. Vom 25. August bis 20. November 2011 zeigt die Ausstellung in der deutschen Hauptstadt 120 Werke von Künstlern wie Lippi, Botticelli, Ghirlandaio, Donatello und Leonardo da Vinci. Schöne Frauen und reiche Kaufleute entführen den Betrachter nach Florenz und Venedig. Intriganten, Höflinge und Heerführer erzählen ihre Geschichte.

Noch nie habe es einen derart umfassenden Überblick über die italienische Porträtkunst des 15. Jahrhunderts gegeben, sagte Kurator Stefan Weppelmann am Mittwoch. Die Schau habe einen Etat von 2,5 Millionen Euro. Neben Stücken aus den Sammlungen in Berlin und New York, kommen zahlreiche Leihgaben aus italienischen Museen. Nach der Station im Bode-Museum zieht die Schau am 19. Dezember 2011 nach New York.

Die Entstehung der Kunstschau kann im Internet unter www.smb.museum/smb/gesichter verfolgt werden. Neben jüngsten Forschungsergebnissen sind dort auch Steckbriefe der einzelnen Kunstwerke zu finden - es wird erklärt, welcher Künstler das Porträt für welchen Auftraggeber schuf und was das Bild über Herkunft, sozialen Stand und Charakter des Abgebildeten sagt. Auch die Lebensgeschichte der Maler und Bildhauer ist inklusive ihrer Liebschaften und Hobbys nachzulesen

Gemälde, Zeichnungen und Medaillen werden in der Schau gemeinsam und nach Herkunftsort geordnet ausgestellt. So ließen sich die Unterschiede der Porträtkunst von Florenz und Venedig studieren und die Eigenheiten an den italienischen Höfen von Ferrara, Mailand und Mantua entdecken, sagte Kurator Weppelmann.