In der neuen Filmwoche kann man gleich drei Mal in See stechen und muss doch nur ins Kino. Zwei Filme handeln von der Ostsee, ein anderer geht gleich bis in die Antarktis. Aber auch wer auf dem Trockenen bleibt, wird gut durchgeschüttelt: durch einen ziemlich schrägen Horror-Mix aus den USA. Und einer quirligen Comicverfilmung aus Frankreich. Hier die Neustarts im Überblick:

  • „Spaziergang nach Syrakus“

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Raus wollten viele aus der DDR. Aber nur einer wollte wieder zurück. Dies ist seine Geschichte. Ein Volksgenosse sehnt sich danach, einmal im Leben nach Italien zu reisen. Und lernt dafür sogar das Segeln. Um über die Ostsee zu flüchten. Dabei lässt er allerdings auch seine Frau zurück. Und als er zurückfahren will, ist die Mauer gefallen. Und es gibt sein Land nicht mehr. Eine starke Verfilmung der gleichnamigen Erzählung, in der es weniger um die Flucht geht als um die Frage nach der Freiheit und ihrem Preis.

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Charly Hübner glänzt hier nicht nur als Hauptdarsteller, er hat die Verfilmung überhaupt erst angeregt. Darüber haben wir uns mit dem Schauspieler unterhalten. Wie auch über die Frage, wie das ist, mit der eigenen Frau vor der Kamera zu stehen. Vor allem, wenn man ein Paar spielt, das sich verliert:

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  • „Teenage-Sex and Death at Camp Miasma“

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Der Filmtitel ist maximal sensationsheischend. Schon wenn man ihn googelt, muss man erst mal sein Alter angeben. Der Film ist eine Hommage an den Horror- und insbesondere an den Slasher-Film. Und kommt entsprechend blutig daher. Mit einem entscheidenden Unterschied: Das Filmgenre ist traditionell eher undivers und transfeindlich, das wird hier aber ins Gegenteil verkehrt. Ein schräger Mix, der für viel Diskussion sorgen wird. Mit Gillian Anderson in einem starken Auftritt.

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  • „Hiddensee“

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„Wer einmal auf der Insel war, kommt nie mehr - oder immer wieder“, heißt es über Hiddensee, die verzauberte Insel in der Ostsee. Die preisgekürte Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel hat hier ihre Jugend ausgelebt, hat der Insel dann aber lange den Rücken gekehrt. Und kam dann mit einem Filmteam wieder. Um die illustre Geschichte der Insel zu erzählen, sie aber vor allem mit dem zu kontrastieren, was die vielen Tagestouristen dabei kaum mitkriegen: Wie es ist, auf dieser autofreien Insel zu leben.

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  • „Marsupilami“

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Klein, gelb, schwarz gepunktet, mit riesigem Schwanz mit Allzweckfunktion: Das ist das Marsupilami, ein Fabelwesen aus den Comics von Franquin, die seit Generationen Groß und Klein entzücken. Der Comicheld kommt jetzt bereits zu seinem zweiten Kinoeinsatz. Den ersten gab es nur in Frankreich, bei uns landete das gleich in der Videothek. Der zweite Film aber kommt auch bei uns auf die große Leinwand: Ein kleines Wesen, das großes Chaos anrichtet. Wobei der Film alles mixt, Abenteuer, Klamauk, Brachialhumor und Slapstick. Aber das wundersame Wesen hält all das tatsächlich zusammen! Ein Kinoheld zum Knuddeln.

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  • „A Sad and Beautiful World

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Sie waren Freunde in der Kindheit, treffen sich als Erwachsene wieder. Und verlieben sich. Zwei, die füreinander bestimmt sind. Aber diese Liebe steht unter besonderem Druck. Denn die beiden leben im Libanon. Und ständig stellt sich die Frage: Gehen oder bleiben? Eine große Romanze, die drei Jahrzehnte libanesischer Krisengeschichte miterzählt.

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  • „The Lights, They Fall“

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Ein junger Migrant muss sich in Berlin um seine todkranke Mutter kümmern. Driftet aber, um das zu verdrängen, lieber ziellos durch die Stadt. Ein Berlin-Film der anderen Art, in der die Stadt immer gesichtslos bleibt. Doch durch diese reduzierte Erzählökonomie werden Seelenzustände umso deutlicher. Ungewöhnlich, außergewöhnlich.

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  • „Salz und Wasser“

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Was passiert, wenn die Antarktis schmilzt? Wie hoch wird der Meeresspiegel dann ansteigen? Dieser Dokumentarfilm nimmt die Zuschauer mit auf das legendäre Schiff „Polarstern“. Und auf eine Expedition ins ewige Eis, wo ein Forscherteam die Geheimnisse der Region erkundet. Die Schönheit der Natur und ihre Bedrohung durch den Klimawandel: Auf der „Polarstern“ erlebt man stellvertretend die große Welt im Kleinen.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_2008_ba.jpg© bm infografik | Babette Ackermann Reiche

Weiterhin im Kino: