Die Cinema for Peace Gala 2024 am Montagabend im WECC Westhafen stand ganz im Zeichen von Demokratie und Freiheit. Annalena Baerbock hielt eine bewegende, feministische Laudatio auf die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, bei der die 76-Jährige immer wieder zustimmend nickte. Baerbock rief dazu auf, humanitäte Hilfe zu leisten, weil wir Menschen sind und lobte Clintons Dokumentarfilm „In Her Hands“ über Afghanistans jüngste Bürgermeisterin Zarifa Ghafari, die vor den Taliban fliehen musste und im Publikum sass.

Donnerstag
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Sharon Stone sagte: „Ihr müsst nicht Hillary oder Sharon sein, um die Welt zu ändern“. Stone ermutigte alle Menschen dazu, den eigenen Wert nicht zu gering zu schätzen, und einen positiven Beitrag im Leben zu leisten. Hillary Clinton bewies Humor, als sie über Sharon Stone sagte: „Niemand anders als Sharon Stone kann so hinreißend in einem gigantischen weißen Bademantel aussehen.“ Clinton zitierte in ihrer Rede Margot Friedländer, die später am Tisch neben ihr saß: „Es gibt kein jüdisches oder christliches Blut, das vergossen werden kann, es gibt nur menschliches Blut.“
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Cinema for Peace Gala: Gäste aus der ganzen Welt
Viele Gäste der Cinema for Peace Gala waren aus den USA oder London angereist. Die britische Schauspielerin Dame Helen Mirren kam am Montagmorgen in Berlin an und betrat mit einer Freundin aus Berlin und dem Regisseur ihres Berlinale-Films von 2023 „Golda“, Guy Nattiv,den blauen Teppich. Der 93-Jährige Mario Adorf war mit seiner Frau Monique gekommen. Weitere Gäste waren Yu Zhang, Margot Friedländer, Gesine Schwan, Natalia Wörner, Natascha Ochsenknecht („Diese Ochenknechts“), Katja Burkard und Cem Özdemir. Nastassja Kinski sagte gegenüber der Morgenpost: „Ich komme schon seit 16 Jahren zur Gala“. Wir müssten alle zusammen halten für den Frieden. Komiker Didi Hallervorden kam mit seiner Frau Christiane Zander. Er trug ihre handgemachte, mit Swarowski-Steinen besetzte Krawatte.
Geladen waren aber auch die Filmteams der nominierten Filme und die Sponsoren des Events. Eines der Filmteams kam aus Los Angeles und Brasilien für den Film „We are Guardians“. Ein anderes Filmteam kam aus Los Angeles und London für den Film „The Art of Starting over“: Die Stars Vincent de Paul („Westwing“, „Frasier“, „Six Feet Under“), der den Film produziert hat, und Daniele Verducci waren im Hotel Adlon abgestiegen und lobten Deutschland als „Culture of Civilization“. Christiane Gräfin zu Rantzau, Berlin-Repräsentantin des Auktionshauses Christie‘s, führte die Versteigererungen durch, zu denen das Acryl-Gemälde „If we make it“ von Sharon Stone, das von Helen Mirren handsignierte Drehbuch zum Film „Golda“ und ein Elektro-Motorrad plus Trip durch Brandenburg mit Jan Josef Liefers gehörte.

Cinema for Peace Gala: Martin Scorseses Film nominiert
Insgesamt waren 44 Filme in sieben Kategorien nominiert, die Missstände anprangern. Als „Wertvollster Film des Jahres 2024“ waren unter anderem das KZ-Drama „The Zone of Interest“ mit Sandra Hüller und der Martin-Scorsese-Film „Killers of the Flower Moon“ nominiert. Den Preis für den besten Film in der Kategorie „Global Health“ gewann „Pay or Die“ von Rachael Dyer und Scott Alexander Rudermann. Er thematisiert die in den USA zu teuren Medikamente für Diabetiker. Bei den politischen Filmen gewann der Dokumentarfilm „Bobi Wine - The People‘s President“, in dem es um den gleichnamigen Oppositionellen aus Uganda geht.

Cinema For Peace: So entstand die Initiative
Der Filmproduzent, Autor und Menschenrechtsaktivist Jaka Bizilj hat die Initiative „Cinema for Peace“ 2002 als Reaktion auf die Terroranschläge des 11. September 2001 gegründet. Der größte Coup der Cinema for Peace Foundation war bisher die Überführung des vergifteten, mittlerweile verstorbenen Kreml-Kritikers Nawalny in die Charité Berlin im Jahr 2020. Bizilj reagierte auf den Tod des Dissidenten gegenüber dem US-Magazin Deadline: „Angesichts der Art der Behandlung, die er erhielt, hatte ich seit Monaten Angst, dass sie ihn töten würden“. Alexej Nawalny




