Die Vorgeschichte: Kosslick hatte sich während der diesjährigen Berlinale mehrfach von der parallel zu den Filmfestspielen durch Bizilj veranstalteten Gala "Cinema for Peace" distanziert. Umso erstaunlicher der Inhalt der Mail. An der Berlinale und ihrem Leiter sei unter anderem in US-Fachzeitschriften "harte Kritik" geübt worden. Bizilj relativiere dieses "harte Urteil der Fachleute". Bizilj: "Wir stellen uns hinter Festival-Direktor Dieter Kosslick und teilen seine Meinung, dass Kritik spalten muss. Nur eine wagemutige Programmierung macht die Berlinale spannend. Dass es gelegentlich zu Fehlgriffen kommt, muss in Kauf genommen werden." Der Produzent weiter: "Wir bieten der Berlinale eine Zusammenarbeit an und können uns vorstellen, ausgewählte Stars, die zur Berlinale eingeladen sind, als soziale Botschafter in unsere Gala einzubinden." Die Stars hätten damit einen Grund mehr, nach Berlin zu kommen. Außerdem werde man Kosslick eine gemeinsame Filmreihe vorschlagen, "um das inhaltliche Spektrum der Berlinale zu erweitern". Kosslicks spontane Reaktion in Bezug auf Biziljs Pläne: "Offensichtlicht hat er endgültig die Selbsteinschätzung verloren."

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