Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat die Überlegung des Berliner Senats bestätigt, die Sammlung der Neuen Nationalgalerie temporär im alten Tempelhofer Flughafen zu zeigen. „Wir begrüßen die Idee des Regierenden Bürgermeisters, die Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof mit Kunst zu beleben“, sagte Hermann Parzinger auf Anfrage der Berliner Morgenpost.

Ende des Jahres musste die National­galerie geschlossen werden, das Gebäude wird generalsaniert. Fünf Jahre Bauzeit sind veranschlagt. Seitdem werden Möglichkeiten gesucht, Teile der Sammlung zu zeigen. Einige Werke sind derzeit in der Sammlung Berggruen zu sehen, auch der Martin-Gropius-Bau ist für eine Präsentation im Gespräch.

Hallen müssen museumstauglich gemacht werden

„Wir suchen durchaus nach Möglichkeiten, die Sammlung der Nationalgalerie während der Sanierung des Mies-van-der-Rohe-Baus im öffentlichen Bewusstsein zu halten. Wenn wir aber in Tempelhof Skulpturen, Installationen oder Videoarbeiten zeigen wollen, dann müssen die Hallen dafür museumstauglich gemacht werden. Für die bauliche Herrichtung und den späteren Betrieb bräuchte es zusätzliches Geld, denn die SPK kann das aus Bordmitteln nicht machen.“ Es gebe Gespräche mit allen Beteiligten, so eine Senatssprecherin gegenüber der Berliner Morgenpost. Der Zeitrahmen muss noch geklärt werden.

Bei der Finanzierung großer Ausstellungsprojekte war stets der Freundeskreis der Nationalgalerie ein starker Partner. Vielleicht könnte er hier auch wieder finanziell einspringen.