Filmfestival

Berlinale mit Madonna und Penélope Cruz

Zwei Verfilmungen von Bestsellern kämpfen in diesem Jahr in der Hauptstadt um den Goldenen Bären: Darunter ist die deutsche Koproduktion "Feuerherz" von Luigi Falorni und der US-amerikanische Streifen "Elegy" von Isabel Coixet. Spannend wird auch die Wahl der besten Darstellerin.

Foto: m s sam ax / dpa

Madonna kommt und noch mehr Filme - das Programm der 58. Berlinale vom 7. bis 17. Februar wird langsam komplett. Die US-Pop-Ikone Madonna stellt vermutlich persönlich in Berlin ihr Regiedebüt, die Komödie „Filth and Wisdom“ (Schmutz und Weisheit) in der Panorama-Reihe vor. Der Film „Feuerherz“ nach der Bestseller- Biografie von Senait Mehari gehört zu den bisher 17 für den offiziellen Wettbewerb der 58. Berlinale (7.-17. Februar) nominierten Beiträge.


Er schildert das Schicksal der in Eritrea geborenen Sängerin Mehari als ehemalige Kindersoldatin im afrikanischen Bürgerkrieg. Der Film ist eine deutsch-italienisch-österreichische Koproduktion, Regie führt der Italiener Luigi Falorni, Hauptdarstellerin ist die aus Afrika stammende Letekidan Micael, wie das Filmfestival bei der Bekanntgabe neun neuer Filme mitteilte.

Doris Dörrie-Film im Wettbewerb

Sie feiern allesamt ihre Uraufführung oder Internationale Premiere in Berlin und konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären. Dazu gehören auch die Filme „Elegy“ von Isabel Coixet (USA) nach dem Roman „Das sterbende Tier“ von Philip Roth mit Penélope Cruz, Ben Kingsley und Dennis Hopper sowie „Happy-Go-Lucky“ von Mike Leigh (Großbritannien) mit Sally Hawkins und „Julia“ von Erick Zonca (Frankreich) mit Tilda Swinton, die in Berlin einen „Teddy“ des schwul-lesbischen Films erhalten wird, weil sie sich um das Erbe des britischen Filmemachers Derek Jarman bemüht.

Außerdem nannte die Berlinale am Mittwoch die Filme „Lady Jane“ von Robert Guédiguian (Frankreich), „Caos calmo“ von Antonello Grimaldi mit Nanni Moretti und Isabella Ferrari (Italien), „Restless“ von Amos Kollek (Israel/Deutschland/Kanada/Frankreich/Belgien), „Sparrow“ von Johnnie To (Hongkong/China) und „Kabei“ von Yoji Yamada.

Schon vorher hatte die von Dieter Kosslick geleitete Berlinale mitgeteilt, dass Doris Dörrie Deutschland mit ihrem neuen Film „Kirschblüten - Hanami“ im offiziellen Wettbewerb vertreten wird. Der US-Amerikaner Paul Thomas Anderson - mit „Magnolia“ der Berlinale- Gewinner von 2000 - wird dieses Mal den Film „There Will Be Blood“ vorstellen. Es ist die Upton-Sinclair-Verfilmung des Romans „Oil“ über den sagenhaften Aufstieg eines amerikanischen Ölmagnaten mit Daniel Day-Lewis. Der Film wird auch als einer der Oscar-Anwärter gehandelt. Der polnische Oscar-Preisträger Andrzej Wajda ist mit seinem jüngsten Werk „Katyn“ in Berlin dabei. Insgesamt laufen im offiziellen Berlinale-Wettbewerb meistens etwa 25 Filme.

Damit sind bisher fast zwei Drittel des Wettbewerbsprogramms der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin bestätigt. Außerdem gibt es noch Berlinale-Sektionen wie Panorama, Perspektive Deutsches Kino, das Internationale Forum des Jungen Films, Kinder- und Jugendfilme und eine Retrospektive, die diesmal dem spanischen Regisseur Luis Bunuel (1900-1983) gewidmet ist.