Filmfestspiele

Berlinale-Jury mit Diane Kruger nun komplett

Die Liste der Stars, die zur Berlinale kommen, wird länger und länger. Nicht nur kompetente sondern auch schöne Verstärkung bekam nun die Jury Diane Kruger und Sandrine Bonnaire. Außerdem wurde bekannt gegeben, wer mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet wird.

Foto: UT / AFP

Die Jury der 58. Berlinale ist komplett: Zusammen mit Jury-Präsident Constantin Costa-Gavras ("Z“) werden sieben Filmexperten über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. Dazu gehören die deutsche Hollywoodschauspielerin Diane Kruger ("Goodbye Bafana“) und die französische Darstellerin Sandrine Bonnaire ("Biester“) ebenso wie der russische Filmproduzent Alexander Rodniansky.

Dem Gremium gehören außerdem der deutsche Szenenbildner Uli Hanisch ("Das Parfum“, "Das Wunder von Bern“) und die dänische Regisseurin Susanne Bier ("Nach der Hochzeit“) an. Weitere Jurymitglieder sind die taiwanesische Schauspielerin Shu-Qi ("The Transporter“) und der US-amerikanische Sounddesigner Walter Murch ("Apocalypse Now“, "Der Pate“).


Schwarz auf weiß ist nun zudem das Programm der Berlinale erhältlich. Insgesamt werden vom 7. bis 17. Februar 384 Filme gezeigt. Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 21 Filme aus aller Welt um die Berlinale- Bären. Zwei Wettbewerbs-Produktionen kommen aus Deutschland: Doris Dörries "Kirschblüten – Hanami“ mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner sowie Luigi Falornis "Feuerherz“.

Das Programm jetzt ist raus

"Feuerherz“ ist die Verfilmung der Bestseller-Biografie der aus Eritrea stammenden ehemaligen Kindersoldatin Senahit Mehari. Dörrie erzählt in ihrem Film die Geschichte des unheilbar an Krebs erkrankten Rudi, gespielt von Elmar Wepper. Als seine lebenslustige und esoterische Frau (Hannelore Elsner) unerwartet stirbt, beginnt der Witwer, ihr Leben mit neuen Augen zu sehen.

Weitere Höhepunkte im Wettbewerb sind die Streifen "Katyn“ des polnischen Regisseurs Andrzej Wajda – gerade auch für einen Oscar nominiert – und die US-Produktion "Elegy“ von Isabel Coixet. Wajda, 2006 mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet, thematisiert ein lang tabuisiertes Massaker an polnischen Kriegsgefangenen durch den sowjetischen Geheimdienst 1940. "Elegy“ basiert auf dem Roman "Das sterbende Tier“ des US-amerikanischen Autors Philip Roth. In den Hauptrollen spielen Penelope Cruz und Ben Kingsley, die beide auch auf dem roten Teppich erwartet werden.

Musik und Dokumentarfilme gehören zu den Schwerpunkten

Das Thema Musik spielt im diesjährigen Programm zudem eine große Rolle. Passend dazu haben auch die Musiker-Legenden Neil Young, Madonna, Patti Smith und die Rolling Stones ihr Kommen angekündigt. Als weiteren Schwerpunkt nannte Berlinale-Chef Dieter Kosslick das Genre des Dokumentarfilms. So sei mit dem US-Film "Standard Operating Procedure“, der die Ereignisse im irakischen Foltergefängnis Abu Ghraib thematisiert, erstmals ein Dokumentarfilm im Wettbewerb um den Goldenen Bären.

Den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk erhält in diesem Jahr der italienische Regisseur Francesco Rosi. Der 85-Jährige habe italienische Filmgeschichte geschrieben, so Kosslick. In seinem Werk reflektiere Rosi kritisch die politischen, wirtschaftlichen und geistigen Entwicklungen Italiens.

Außerdem wurde nun bekannt gegeben, das die Berlinale-Kameras in diesem Jahr an den österreichischen Schauspieler Karlheinz Böhm und seinen deutschen Kollegen Otto Sander gehen.

Mit der Kamera zeichnen die Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten. Die Auszeichnung wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Juwelier Georg Hornemann gestiftet.

Böhm wird am 13. Februar für sein Wirken im deutschen Film und für sein humanitäres Engagement als Gründer der Organisation "Menschen für Menschen“ geehrt. Sander wird am 15. Februar für seine Verdienste um den Film und sein langjähriges Filmschaffen ausgezeichnet. Die Laudatio für Böhm hält Moderator Frank Elstner, für Sander ist Bruno Ganz als Laudator vorgesehen.

Das Programm und weitere Informationen gibt es unter: www.berlinale.de

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