Bei einem Angriff auf einen Informationsstand der AfD im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach sind neun Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde am Mittwochnachmittag aus einem angrenzenden Gebäude eine bislang unbekannte Flüssigkeit in Richtung des Standes geschüttet.

Der Vorfall ereignete sich gegen 16.10 Uhr im Bereich der Mannheimer Straße und der Brückenhäuser in der Innenstadt. Mehrere Menschen wurden von Spritzern getroffen und erlitten leichte Hautreizungen. Zunächst war die Polizei von zehn Verletzten ausgegangen, später korrigierte sie die Zahl auf neun.

Zwei Verletzte kamen vorsorglich ins Krankenhaus, sie konnten es später wieder verlassen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kann die verwendete Flüssigkeit bei Hautkontakt Reizungen hervorrufen. Wegen der geringen Menge sind nach aktuellem Kenntnisstand keine schweren Verletzungen zu erwarten.

AfD-Angriff: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem größeren Aufgebot an. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizei nicht. Noch während des Einsatzes ermittelte die Polizei einen Tatverdächtigen. Zu dessen Identität und einem möglichen Motiv machte sie zunächst keine Angaben. Auch um welche Flüssigkeit es sich handelte, ist bislang unklar.

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Straftaten gegen Repräsentanten und Mitglieder der im Bundestag vertretenen Parteien haben zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben der Bundesregierung registrierte die Polizei 2025 bundesweit 5.140 solcher Fälle, im Jahr zuvor waren es 3.690. Mit 1.852 Straftaten war die AfD am häufigsten betroffen, darunter waren 121 Gewaltdelikte.

sopi mit dpa/AFP