Rund 2000 Menschen arbeiten mittlerweile auf dem Campus des Europäischen Energie Forums, kurz Euref-Campus. Sie beschäftigen sich mit den Zukunftshemen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit. Unter anderem werden an einer Fassade Algen gezüchtet. Die stark eiweißhaltigen Pflanzen finden sich auch auf der Speisekarte des „Café im Wasserturm“ wieder. Unmittelbar neben der Landmarke des fast 80 Meter hohen Gasometers wurde das Erdgeschoss des ehemaligen Wasserturms stilvoll mit moderne Kunst, reichlich Holz und lichtdurchfluteten Vitrinen ausstaffiert.

Für das Küchenkonzept auf dem Euref-Campus zeichnet Thomas Kammeier verantwortlich. Der ehemalige Sternekoch des „Hugos“ im Hotel Intercontinental legt großen Wert auf regionale und saisonale Produkte, ganz im Sinne des nachhaltigen Konzepts auf dem Gelände. An fünf Tagen in der Woche werden täglich wechselnde Gerichte angeboten. Beim Besuch war es eine gute Kartoffelcremesuppe mit Spirula-Algenschaum, 2,70 Euro die kleine Portion, 4,90 die große. Die leicht bitteren, grün-blauen Algen gibt es auch als Limonade, zwei Euro.

Neben einem Salat, herbstlich mit gebackener Petersilienwurzel und Ofenkürbis dekoriert, sind jeweils ein vegetarisches Gericht und zwei Fleischgerichte zu fairen Preisen im Angebot. Als handwerklich ordentlich erwiesen sich zwei Scheiben Lammkeule mit grünen Bohnen, dünnen Kartoffelscheiben und feiner Soße. Was fehlte, war etwas Pep beim Würzen. So wirkte das Gericht etwas bieder für so einen hippen Standort. Sehr gut waren Kaffee und Kuchen. Schade, dass am Wochenende komplett geschlossen und unter der Woche bereits ab 16 Uhr Schluss in der Küche ist.

Café im Wasserturm Euref-Campus 18, Zufahrt über Torgauer Straße, Schöneberg, Tel. 78 71 33 92, Mo-Fr 8-16 Uhr, www.euref.de

fmr