„Süden“ ist ein schöner Name für ein Lokal, das überwiegend von der Freiluftkundschaft lebt. Das kleine Lokal neben der S-Bahnstrecke ist wegen der vielen Sitzplätze an Biergartentischen mit Blick in eine Gartenkolonie besonders bei gutem Wetter beliebt. Wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden, arbeitet das Team des „Süden“ zu eingeschränkten Zeiten. Das gastronomische Angebot ist strikt in Bio-Qualität gehalten. Zudem wird, wenn irgend möglich, mit fair gehandelten Produkten gearbeitet, vom Kaffee bis zu den Säften und Limonaden, auch bei den Hauptgerichten.

Viele Gäste kommen auf Kaffee und Kuchen vorbei, aber es gibt auch ein feines kleines Angebot an deftigen Speisen. Da der Besitzer aus der Pfalz kommt, stehen Spezialitäten wie Saumagen, Bratwurst und ein halbes Dutzend Flammkuchen auf der Karte. Zwei faustgroße Leberknödel kamen mit mildem Rieslingsauerkraut und gutem Graubrot zu Tisch. Die Knödel waren fluffig weich und gut mit Majoran gewürzt, die Portion für 11,50 Euro sättigte aufs Beste. Die Flammkuchen überzeugten hauchdünn und kross gebacken, sowohl mit Lachs und Spinat, 8,50 Euro, als auch klassisch mit Crème Fraîche, Zwiebeln und Speck.

Zu trinken gibt es Ökobier von Lammsbräu in der Oberpfalz. Vom Fass gezapft kosten 0,3 Liter 2,60 und der halbe Liter 3,90 Euro. Die Weine stammen ausnahmslos aus der Pfalz, von den Gütern Bürklin-Wolf und Eymann, ab 4,20 Euro die Weißen, ein Rosé und fünf Rote. Ein Teil kommt vom Verein Lebenshilfe Bad Dürkheim. Dort bewirtschaften Fachkräfte mit geistig Behinderten Menschen mehrere Hektar. Von dem Verein stammen auch Säfte und Limonaden in Bioqualität.

Süden Priesterweg 10, Schöneberg, Tel. 0171-640 07 20, bis Ende Oktober Mi.-Mo. je nach Wetterlage, tägliche Informationen unter www.sueden-gartenwirtschaft.de

fmr