Aufmerksam wurden wir auf das „Men Men“ an der Ecke Pannier- und Weserstraße dadurch, dass an einem Sonntagnachmittag fast alle Bürgersteigaußenplätze auf einer beachtlichen Länge besetzt waren. Beim Besuch entpuppte sich das „Men Men“ als spartanisch-japanisch eingerichtetes Selbstbedienungslokal. Es erinnerte an Suppenlokale in dem Kultfilm „Tampopo“. In dem ist ein Paar auf der Suche nach der perfekten Nudelsuppe.
Von der Einrichtung her könnte das „Men Men“ in jeden Vorort japanischer Millionenstädte passen. An den Wänden kleine Zweiersitzgelegenheiten, in der Mitte lange Tische und Bänke, als einzige Dekoration handgemalte Kalligrafien an einer Wäscheleine. Bestellt und auch gleich bezahlt wird an einem langen Tresen. Hinter dem brodelt die Basisbrühe für die Suppen. In der Küche werden die Ramennudeln frisch zubereitet. Nach der Bestellung erhalten die Gäste einen Summer, der laut wird, wenn das Essen am Tresen abgeholt werden kann.
Neben dem „Men Men“ gibt es noch eine Goyza-Station. Dort werden kleine japanische Teigtaschen angeboten. Sie können auch am Tresen den „Men Men“ bestellt werden. Die Portion mit Hühnerfleisch war umwerfend, 3,50 Euro. Auch die in Salzwasser gedämpften Edamame-Bohnen waren authentisch, 2,90 Euro. Höhepunkt war die Ramen-Suppe. Eine köstliche Brühe, die aus Wasser, Hühnerknochen, Gemüse und Gewürzen entsteht und in die noch ein Löffel der hausgemachten Misopaste untergerührt wird. Dazu die hausgemachten Nudeln, 6,90 Euro. Ein Grund, wiederzukommen. Einziges Manko: Nach dem Essen sind die Gäste gehalten, das Geschirr selbst wegzubringen. Der Wagen steht im Gang zu den Toiletten.
Men Men Weserstraße, Neukölln, Tel.
74 78 61 99, täglich 12-23 Uhr, www.menmem-ramen.de, nur Barzahlung





