Ein Sofa im Empirestil, eine lange Bank an der Wand, ein Flohmarkt-Stuhl-Sammelsurium und eine freundliche Begrüßung des lässigen Service- und Tresen-Duos – eine behagliche Wohnzimmeratmosphäre nimmt den Gast beim Betreten der Wirtsstube am Kreuzberger Fraenkelufer und Landwehrkanal für sich ein. Die Küche gibt sich lateinamerikanisch mit deutschen und französischen Einflüssen. Es macht Spaß, die Karte zu lesen, alle Gerichte hören sich bestellenswert an.
Die Abendkarte – man kann hier auch frühstücken und lunchen – offeriert Snacks wie White Tiger Garnelen-Spieße mit Aioli (5,50 Euro) und ein knappes Dutzend Vor- und Hauptspeisen. Die werden jeweils als kleine und normale Portionen angeboten, so dass sich diese Kategorien letztendlich aufheben. Die kleine Weinkarte mit europäischen Tropfen (Flasche ab 14 Euro, 0,2 l 4–7 Euro) ist solide, aber ohne Höhepunkte, beim Bier ist die Auswahl mit Pils und Pale Ale interessanter.
Pulpo mit grüner Mojo-Sauce (5,50/11 Euro) oder Tatar „Koyote Style“ (5,50/9 Euro) vorweg? Die Wahl fällt, beim Knabbern von Baguette und Brot in Schneckenform mit aufgeschlagener Butter, auf das Ceviche „Koyote Style“ (5,50/10 Euro). In Limette marinierte Kabeljaustückchen mit einem frischen Kräutermix aus Chili, Koriander und Zwiebeln werden mit Granatapfelkernen und Süßkartoffel-Crème getoppt. Das ist eine hübsch aufgepeppte Ceviche-Variante, die den Gaumen beflügelt. Es wird noch ein schön pikantes Chili-Öl auf den Tisch gestellt, das gut zu den folgenden Spareribs mit Coleslaw, Chips und Koyote-Sauce (9/16 Euro) passt. Alles ist hausgemacht, kräftig gewürzt und präsentiert sich auf dem Teller mit lässig-liebevollem Charme. Rustikales Soulfood.
Koyote Admiralstraße. 20, Kreuzberg,
Tel. 85 97 77 38, www.koyote-restaurant.de, Di.–Sbd. 8–24 Uhr, So. 8–19 Uhr





