Der Richardplatz in Rixdorf gehört zu den schönsten Orten der Stadt. Auf dem Anger steht noch eine alte Dorfschmiede, unter alten Linden wölbt sich das wiederhergestellt Kopfsteinplaster. Um den Platz findet sich restaurierte Gründerzeitarchitektur. In einem der Häuser aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ist die „Villa Rixdorf“ untergebracht.

Bei gutem Wetter sitzen die Gäste auf einer herrlichen Terrasse am Platz, auch ein Biergarten mit reichlich Sitzplätzen ist vorhanden. Die Speisekarte vereint deutsche und italienische Kost, berühmt sind die Pizzen mit einem Meter Durchmesser. Diese soll für sechs Gäste reichen und schlägt mit rund 40 Euro zu Buche.

Einen Mittagstisch gibt es in der Villa Rixdorf nicht, aber die Preise sind so zivil, dass man problemlos die regulären Hauptgerichte bestellen kann und unter 20 Euro bleibt. Die Auswahl ist riesig. Suppen, Salate, Wochenkarte, Berliner Gerichte, Fisch, Fleisch, Vegetarisch. Es vergeht einige Zeit, bis man alles gelesen hat. Die freundliche Kellnerin war beim Besuch etwas überfordert, sie musste Biergarten und Terrasse alleine betreuen.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen stand der Sinn nach Salat. Der große mit Tomaten, Zwiebeln und Baslikum-Vinaigrette war hervorragend. Aromatisch die Tomaten, exzellent die Vinaigrette (5,50 Euro). Leider fielen dann die Königsberger Klopse geschmacklich scharf ab. Das beste waren die Salzkartoffeln. Die von der fluffigen Konsistenz auf den ersten Biss angenehmen Klopse entpuppten sich im Mund als kaum gewürzte Langweilmasse. Keine Säure von Zitrone, kaum Salz, die Kapern ohne Biss, die Soße nichtssagend (8,50 Euro). Und das an einem so schönen Platz.

Villa Rixdorf Richardplatz 6, Rixdorf,
Tel. 68 08 60 00, täglich 11-1 Uhr, www.villa-rixdorf.com

fmr