Der großartige Totó schrieb das Lied „Malafemmena“ als Hommage an Sophia Loren. Und natürlich hängt ein Foto dieser Ikone sinnlicher Italianità auch an der backsteinernen Wand im großen Schankraum des „Malafemmena“. Der beherbergte früher das „Tomasa Friedenau“. Nun also italienische Küche. In unmittelbarer Nähe gibt es einiges an Konkurrenz, insbesondere was die neapolitanische Pizza angeht. Die bietet das „Malafemmena“ aus einem original neapolitanischen Gerät von Forni Valoriani an.

Bei guten Wetter sitzen die meisten Gäste auf einer 100-Plätze-Terrasse mit unterschiedlichen Ebenen. Das beim Besuch junge und zur Hälfte italienische Publikum orderte bei sommerlichen Temperaturen fleißig Getränke wie Aperol Sour, kühles Bier und gut gekühlten Wein. Die Preise bewegen sich im oberen Mittelfeld, 4,90 Euro für die Flasche Sprudel, vier Euro der halbe Liter Bier. Gleiches gilt für die offenen Weine mit 0,2 l. Der Rosé ist mit 6,50 Euro für die gleiche Menge allerdings sportlicher gepreist.

Freundlich, aufmerksam und trotz der Menge an Gästen flott unterwegs waren Kellnerin und Kellner. Auf der Karte fielen uns die Arancini auf, 6,50 Euro für zwei Reisbällchen gefüllt mit Ragout vom Rind, Erbsen, Parmesan und Mozzarella. Wir entscheiden uns dann aber doch für einen sommerlichen gemischten Salat, der mit Frische und Vielfalt überzeugte, 7,50 Euro.

Auf der Tageskarte des „Malafemmena“ standen in Sesam panierte Hähnchenstücke, die saftig und in Begleitung einer kleinen Portion Selleriesalat mit Oliven zum Tisch kamen, 12,50 Euro. Die Pizza Verace Napoletana mit Büffelmozzarella hingegen war nicht mein Favorit. Zu dick der Rand, zu labbrig in der Mitte, neun Euro.

Malafemmena Hauptstraße 85, Friedenau, Tel. 84 18 31 82, Mo.–Fr. 11.30–23 Uhr, Sbd./ So. 11.30–24 Uhr, malafemmena.restaurant