Flughafendebatte

Lufthansa-Chef: Offenhaltung von Tegel wäre Risiko für BER

Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnt vor juristischen Risiken für den BER, wenn der Schließungsbeschluss für Tegel gekippt würde.

Der Flughafen Berlin-Tegel soll nach dem Willen einer Mehrheit der Berliner offen bleiben

Der Flughafen Berlin-Tegel soll nach dem Willen einer Mehrheit der Berliner offen bleiben

Foto: Sophia Kembowski / ZB

In der Debatte um die Zukunft des Berliner Flughafens Tegel steht die Lufthansa auf der Seite der Befürworter einer Schließung. "Ich fliege jede Woche hierhin und ich liebe Tegel", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin.

Spoht verwies aber auf juristische Risiken für den neuen Hauptstadtflughafen, wenn der Schließungsbeschluss gekippt würde. "Dann haben sie irgendwann einen BER, der noch später aufmacht und haben immer noch keinen Tegel, der das leisten müsste, was Tegel eigentlich leisten müsste."

Seit gut 20 Jahren ist geplant, Tegel zu schließen, wenn der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb ist. Bei einem Volksentscheid in Berlin im September hat jedoch eine Mehrheit den Senat aufgerufen, Tegel offen zu halten. Emotional könne er das verstehen, sagte Spohr. Sein Appell sei aber, die BER-Verantwortlichen dabei zu unterstützen, "möglichst schnell diesen Flughafen, der Hauptstadtniveau hat, ans Netz zu bringen".

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