Nach Insolvenz am BER

Flughafen-Chef - Fertigstellung des BER verschiebt sich

Die Imtech-Pleite hat Folgen für den BER. Flughafen-Chef Mühlenfeld kündigte an, dass sich die Fertigstellung 2016 verzögert.

Nach der Imtech-Insolvenz hat Karsten Mühlenfeld eine "Task Force" eingesetzt

Nach der Imtech-Insolvenz hat Karsten Mühlenfeld eine "Task Force" eingesetzt

Foto: Tim Brakemeier / dpa

Konsequenzen der Imtech-Pleite für den neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld werden voraussichtlich in zwei Wochen ansatzweise bekannt sein. Der Insolvenzantrag der deutschen Tochter des niederländischen Gebäudeausstatters Imtech war am vergangenen Donnerstag in Hamburg eingereicht worden.

„Ein erster Zwischenbericht der Task Force soll innerhalb von 14 Tagen vorliegen“, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld dem „Tagesspiegel“ und den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Laut Mühlenfeld ist Imtech eine der wichtigsten Baufirmen für die BER-Baustelle. Sie ist unter anderem für Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten zuständig. Nach dem Insolvenzantrag hatte Mühlenfeld eine aus Baufachleuten und Juristen bestehende „Task Force“ eingesetzt, um die Folgen für den BER einschätzen zu lassen.

Auswirkungen auf Gesamteröffnung unklar

Es ist geplant, dass der Flughafen im zweiten Halbjahr 2017 öffnet. Der Flughafenchef sagte: „Die bauliche Fertigstellung, die im März 2016 geplant war, wird sich verschieben.“ Ob das möglicherweise Auswirkungen auf die Gesamteröffnung hat, sei unklar.

Unterdessen forderte die CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag von der Landesregierung und der Flughafengesellschaft sofortige Aufklärung. „Die sogenannte Schlüsselfirma auf dem Bau des BER ist insolvent - und keiner kann mir erzählen, dass nicht vorher bekannt war, dass die Firma in Zahlungsschwierigkeiten steckte“, sagte der Verkehrsexperte der Fraktion, Rainer Genilke, in einer Mitteilung.

Der Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft müsse hinterfragt werden, von einem Insolvenzrisiko bei Imtech sei dort keine Rede. Es sehe so aus, „als habe man dem Wirtschaftsprüfer wesentliche Details verschwiegen“.

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