Großflughafen

BER-Chef Mehdorn entlässt Bereichsleiter nach „Indiskretion“

Foto: Patrick Pleul / dpa

Nachdem ein führender Mitarbeiter öffentlich die Inbetriebnahme des Flughafens BER im Jahr 2016 infrage stellte, ist er nun seinen Job los. Ihm wurde fristlos gekündigt.

Am neuen Hauptstadtflughafen BER hat Geschäftsführer Hartmut Mehdorn einem führenden Mitarbeiter fristlos gekündigt. In einem Brief von Dienstag legt Mehdorn dem Bereichsleiter Indiskretionen zur Last.

Hintergrund ist ein Schreiben des Beschuldigten an mehrere Aufsichtsräte, aus dem am Wochenende die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte. Demnach ist eine Inbetriebnahme des Flughafens 2016 „akut gefährdet“. Mehdorn äußerte sich nicht zu Terminen. Ziel sei, den Neubau schnellstmöglich ans Netz zu bringen, 400 Leute arbeiteten auf der Baustelle. „Wir haben den BER im Griff“, betonte Mehdorn.

An diesem Mittwoch wird der Bauausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses Mehdorn befragen. Die Volksvertreter wollten sich über Stand und Perspektive der Baustelle ein genaueres Bild machen, sagte der Ausschussvorsitzende Andreas Otto. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Aufsichtsratschef hatte vor Kurzem jedoch ausgeschlossen, dass in nächster Zeit ein Eröffnungstermin genannt wird. Ebenso unklar ist, wie teuer der Bau für die Steuerzahler wird.

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( dpa )