BER-Debakel

Flughafen BER verzichtet auf Dienste von mehreren hundert Planern

Statssekretär Bomba hat angekündigt, dass der BER die Dienste von mehreren hundert Planern nicht mehr benötige. Zugleich gab es Kritik an der Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Baustaatssekretär Rainer Bomba hat am Freitag angekündigt, dass der Flughafen in nächster Zeit die Verträge einiger hundert externer Planer auslaufen lasse. Ihre Dienste würden nicht mehr benötigt. Bomba sagte zudem mit Blick auf die nächste Aufsichtsratssitzung am Mittwoch, er erwarte keine großen Personalentscheidungen.

Zurzeit leitet Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erneut den Aufsichtsrat kommissarisch, seit sich Brandenburgs Ex-Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) zurückgezogen hat. Deshalb steht eine Entscheidung über einen neuen Chef für den Aufsichtsrat an. Daneben schwelt immer noch der Streit zwischen Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn und Technikchef Horst Amann.

In der Sitzung des Untersuchungssausschusses zum BER-Debakel sagte am Freitag das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Engelbert Lütke Daldrup aus. Aus seiner Sicht fehlten in dem Gremium Baufachleute, sagte er. Die meisten Aufsichtsräte hätten noch nie ein größeres Bauvorhaben begleitet und machten dies anschließend auch nicht wieder, so der frühere Baustaatssekretär des Bundes, Lütke Daldrup. Der Stadtplaner saß von 2006 bis 2009 in dem Kontrollgremium des Flughafens.

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„Ich hätte mir da ein bisschen mehr baulichen Sachverstand gewünscht.“ Nicht immer seien die relevanten Fragen diskutiert worden. Lütke Daldrup sagte, der Bund habe schon 2008 darauf gedrungen, die Flughafenspitze um einen Finanzgeschäftsführer zu erweitern. Das Management habe damals vorübergehend den Überblick über die Gesamtkosten verloren. Die Mehrheitseigentümer Berlin und Brandenburg hätten aber Umstrukturierungen in den Abteilungen bevorzugt. dpa/alu