Am künftigen Hauptstadtflughafen herrscht aus Sicht des Bundes nach der monatelangen Bestandsaufnahme nun ein vollständiger Überblick über die Mängel und Fehlplanungen.
„Wir haben nun absolute Klarheit – vom Brandschutz bis zum letzten Riss in der Bodenfliese“, sagte Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba der Nachrichtenagentur dpa. „Jetzt werden die Lösungen erarbeitet und weiterhin parallel schon Mängel behoben.“ Von rund 75.000 Mängeln seien bislang etwa 10.000 abgearbeitet.
Technikgeschäftsführer Horst Amann hatte die Baustelle bis Ende Juli unter die Lupe genommen. Währenddessen begann Flughafenchef Hartmut Mehdorn schon mit seinem Beschleunigungsprogramm Sprint, mit dem er den Blick nach vorn richten will.
Technikchef Amann erhält Beifall vom Aufsichtsrat
„Die Bestandsaufnahme ist die Grundlage für die weitere Arbeit, auch für das Projekt Sprint“, stellte Bomba klar, der den Bund im Aufsichtsrat des staatlichen Flughafenbetreibers vertritt.
Amann habe in dem Gremium Beifall für die Arbeit erhalten, sagte der CDU-Politiker. Die Zahl der Mängel hält Bomba für ein Großprojekt nicht für ungewöhnlich. „Der Reichstag hatte etwas über 10.000 Mängel – bei einem Zehntel der Fläche.“




