Die Fluggesellschaft Germania will als erste Airline Flüge vom neuen Hauptstadtflughafen anbieten. Darauf hätten sich Germania und die Flughafengesellschaft verständigt, teilte das Unternehmen mit. Germania ziehe zum 1. November zunächst von Tegel in den alten Schönefelder Flughafen, um dann im Falle einer Teileröffnung schnell an den BER wechseln zu können.
„Wir freuen uns über die Zusage“, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Die Gespräche mit Condor laufen noch. Flughafenchef Hartmut Mehdorn will am Nordflügel des BER vom Frühjahr 2014 an täglich bis zu zehn Maschinen starten lassen.
Er muss mit seinen Testbetriebsplänen noch einmal vor den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Frühestens im Herbst soll darüber entschieden werden. Bislang erhielt Mehdorn nur grünes Licht, bei den Behörden die Baugenehmigungen zu beantragen. Er will im Nordpier des BER die Abläufe und Technik testen.
Von Berlin in die Türkei, Libanon, Nordafrika und Nahen Osten
Starten würden die Flieger zunächst weiter auf dem alten Flughafen. Die dortige Startbahn soll nach ihrer Sanierung die Nordbahn am BER werden. Mehdorn hat auch für die Nutzung der Südbahn am BER einen Antrag gestellt. Entgegen früheren Plänen will er sie zunächst nicht in voller Länge nutzen. Sonst würde der Flughafenstandort Tegel laut Beschluss innerhalb eines halben Jahres schließen müssen.
Germania fliegt derzeit von Berlin nach Adana (Türkei), Beirut (Libanon) und Skopje (Mazedonien) sowie zu Ferienzielen in Nordafrika und im Nahen Osten. Ein Tochterunternehmen betreibt in Schönefeld bereits einen Wartungshangar zusammen mit der Fluggesellschaft Air Berlin.
gma, dpa




