Berlin von oben

Wo die Aussicht auf Berlin am schönsten ist

Welches ist das höchste Gebäude? Von wo aus haben Gipfelstürmer den besten Blick? Und gibt es in Berlin auch Berge? Antworten auf die wichtigsten Fragen für alle, die in Berlin hoch hinaus wollen.

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Das höchste Gebäude heißt Fernsehturm und steht mitten in Berlin auf dem Alexanderplatz. Mit seinen 368 Metern ist er beeindruckend hoch. Die Fahrt mit dem Aufzug lohnt sich allemal: Zu der auf 203 Metern gelegenen Aussichtsetage dauert sie gerade mal 40 Sekunden. Das sind stolze sechs Meter pro Sekunde. Bei klarem Himmel liegt den Besuchern dann ganz Berlin zu Füßen.

Die Aussichtsplattform des Funkturms auf dem Messegelände liegt nur auf 126 Metern bietet sowohl einen geschützten Bereich hinter Glasscheiben als auch einen spektakulären Blick im Freien über die City. Mit den Münzfernrohren blickt man noch weit ins Berliner Umland hinein.

In Mitte steht der Berliner Dom. Hier muss man sich die prachtvolle Sicht über die Innenstadt erst einmal verdienen: 270 Stufen sind es bis zur Aussichtsplattform. Der Vorteil: Auch bei schlechtem Wetter ist einiges zu sehen.

Wer in Berlin hoch hinauswill, darf sich auf keinen Fall die Siegessäule entgehen lassen. Die Goldelse, wie sie auch genannt wird, steht am Großen Stern im grünen Tiergarten und zählt sicher zu den berühmtesten Wahrzeichen der Stadt. Und sind die 285 steilen Stufen endlich geschafft, bestaunt man die fünf Zufahrtsstraßen, die den wunderschönen Tiergarten sternförmig durchziehen.

Auch der 55 Meter hohe Grunewaldturm auf dem Karlsberg ist im Herbst ein besonderes Ausflugsziel, wenn der Grunewald seine bunten Blätter zeigt. Ist das Wetter gut, kann der Blick über die Havel bis nach Potsdam schweifen. Die Plattform auf 36 Metern erreicht man über 204 Stufen – also: Gute Kondition ist auch hier gefragt.

Der schnellste Fahrstuhl Europas

Der Kollhoff-Tower ist der bekannteste Panoramapunkt am Potsdamer Platz. Das Beste: freie Sicht auf fast alle historisch wichtigen Orte Berlins. Die Plattform liegt auf 100 Metern, und nach oben gelangt man sogar noch rascher als auf den Fernsehturm: Der schnellste Fahrstuhl Europas legt satte 8,65 Meter pro Sekunde zurück. Im 24. und 25. Stock finden Besucher ein Café mit Sonnenterrasse, die Ausstellung „Spiegel deutscher Geschichte“ und eine offen begehbare Plattform vor. Laut den Betreibern gibt’s hier den „schönsten Sonnenuntergang“ über der Stadt.

Und bei gutem Wetter reicht der Blick bis zum Teufelsberg. Womit nun die Frage nach den „Berliner Bergen“ beantwortet wird. Denn es gibt sie: Der Teufelsberg ist eine der höchsten Erhebungen der Stadt. Er wurde künstlich aus Trümmern aufgeschüttet und türmt sich bis circa 120 Meter auf. Er wird geprägt von den fünf Antennenkuppeln, die von den Amerikanern während des Kalten Krieges als Abhöranlagen genutzt wurden und heute ein bizarres verwittertes Zeugnis alter Geschichte darstellen. Der Teufelsberg ist Anziehungspunkt für Wanderer, Mountainbiker, Naturliebhaber, sogar Gleitschirmflieger trifft man gelegentlich. Und alle zusammen bewundern die Skyline der Hauptstadt.

Im Gegensatz dazu steht eine natürliche, aus der Eiszeit vor ungefähr 18.000 Jahren stammende Erhebung von 66 Metern mitten in der City: der Kreuzberg, umgeben vom schönen Viktoriapark. Am höchsten Punkt thront majestätisch das Schinkel-Denkmal, das an die Freiheitskriege gegen Napoleon erinnert. Von dort aus erhält man einen 360-Grad-Rundumblick über die Dächer der Stadt und den berühmten Wasserfall.