Best of Berlin

An diesen Aussichtspunkten sind Sie immer obenauf

Bei klarem Wetter blickt der Berliner gern in die Ferne. Möglichkeiten gibt es genug, ob im Grünen auf einem Denkmal oder auf einem Hochhausdach mitten in der Stadt. Eine Auswahl.

Foto: Amin Akhtar

Tiergarten: Hoch über dem Potsdamer Platz

In 20 Sekunden in 100 Meter Höhe: Vom Kollhoff-Tower aus kann man an verschiedenen Stellen Berlin bewundern. Etwa im rundum verglasten Panoramacafé, der Aussichtsplattform in der 24. Etage sowie der Aussichtsplattform in der 25. Etage. Bei gutem Wetter sieht man Berliner Wahrzeichen wie den Fernsehturm und die Siegessäule, den Teufelsberg und das Tempelhofer Feld. Für den perfekten Fernblick kann man an der Kasse Ferngläser ausleihen.

Panoramapunkt Potsdamer Platz 1, Tiergarten, tägl. 10–18 Uhr, letzte Auffahrt 17.30 Uhr, Café 11–17 Uhr, 6,50 Euro, erm. 5 Euro, bis 6 J. frei, VIP-Ticket ohne Wartezeiten am Aufzug 10.50 Euro, erm. 8 Euro, Tel. 25 93 70 80, www.panoramapunkt.de

Charlottenburg: In 33 Sekunden 126 Meter hoch

Wenn die Sicht sehr gut ist, könne man bis zu den Müggelbergen schauen, sagt eine Mitarbeiterin des Funkturm-Restaurants. Das Abendbüffet (25,90 Euro p.P.) ist dort fast immer ausgebucht. Ansonsten liegt Besuchern des 1924 bis 1926 erbauten Funkturms die gesamte Innenstadt zu Füßen Will man die in 126 Meter Höhe gelegene, mit dem gläsernen Aufzug in 33 Sekunden erreichbare Aussichtsplattform besuchen, ist es aber ratsam, vorher anzurufen, ob witterungsbedingt geschlossen ist.

Funkturm Messedamm 22, Charlottenburg, S41, 42, 46 Messe Nord/ICC, U2 Kaiserdamm, Aussichtsplattform: Mo. 10–20 Uhr, Di.–So. 10–23 Uhr, 5 Euro, erm. 2,80 Euro, Tel. 30 38 19 05, Restaurant: Di. 18–23, Mi.–So. 11.30–23 Uhr (Auffahrt Restaurant 2,80 Euro, erm. 1,50 Euro), Tel. 30 38 29 00, www.funkturm-messeberlin.de

Grunewald: Beeindruckender Blick nach mühsamem Aufstieg

Ob man außer Puste ist oder nicht, hängt von der eigenen Kondition ab. 204 Stufen führen auf die 36 Meter hohe, überdachte Aussichtsplattform. Doch dafür entschädigt der Rundblick über den Grunewald, die Havel und, wenn das Wetter mitspielt, bis nach Potsdam. Der backsteinerne, 55 Meter hohe Turm ist Ende des 19. Jahrhunderts als Denkmal errichtet worden.

Grunewaldturm Havelchaussee, Grunewald, Bus 218 Grunewaldturm, tägl. 10–18 Uhr, 3 Euro, bis 12 J. frei.

Westend: Saisonstart am Glockenturm

Morgen (30.3.) endet im Glockenturm die Winterpause. Bis Anfang November kann er täglich besucht werden. Man sieht von dort aus nach Charlottenburg und zum Alexanderplatz, bei gutem Wetter bis nach Potsdam und zu den Müggelbergen. Mit einem gläsernen Aufzug geht es in 27 Sekunden hinauf zur Aussichtsplattform an der Glocke. Nach weiteren rund 60 Stufen erreicht man eine zweite Aussichtsetage.

Glockenturm im Olympiapark Am Glockenturm, Westend, S 5, 75 Pichelsberg, ab 30.3. tägl. 9–18 Uhr, Eintritt für den Olympiapark 7, erm. 5 Euro,

Tel. 305 81 23, www.glockenturm.de

Kreuzberg: Denkmal mit herrlichem Ausblick

Er ist ein beliebtes Fotomotiv: der in diesem Jahr noch nicht in Betrieb genommene Wasserfall im Viktoriapark. Kaum scheint die Sonne, kaum fließt das Wasser wieder, wird versucht, die Felsen hinaufzuklettern. Trockenen Fußes hingegen gelangt man auf anderen Wegen an die Spitze der mit 66 Metern höchsten natürlichen Erhebung in der Innenstadt, zum „Schinkel-Denkmal“: Das Monument wurde 1818 bis 1821 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel als Erinnerung an die Freiheitskriege gegen Napoleon errichtet.

Schinkel-Denkmal Viktoriapark Kreuzbergstraße, U7, S1, 2 , 25 Yorckstraße

Lübars: Vom Müllberg zur Lübarser Höhe

Recycling oder „aus Alt mach Neu“, dafür steht der an die 40 Hektar große, zwischen 1975 und 1993 entstandene Freizeitpark Lübars. Zentrum des Parks ist ein 85,3 Meter hoher Hügel, eine begrünte Müllhalde, die im Winter gern zum Skifahren und Rodeln genutzt wird. Jahrelang als „Müllberg“ bezeichnet, wurde der Mini-Berg im Mai 2010 auf den Namen „Lübarser Höhe“ getauft. Davon zeugt auch ein Gipfelstein auf dem Aussichtsplateau.

Lübarser Höhe im Freizeitpark Lübars, Quickborner Straße. Lübars, ganzjährig geöffnet, Bus X21 Quickborner Straße

Grunewald: Führungen mit Weitblick

„Man sieht, wie grün Berlin ist“, sagt Shalmon Abraham beim Blick von der ehemaligen Abhörstation auf dem Teufelsberg. Das Gelände des 120 Meter hohen Trümmerbergs darf nur noch mit Führungen betreten werden. Gelände-Pächter Abraham bietet sie an: unter anderem zweistündige historische Touren, sonnabends und sonntags um 13 Uhr. Täglich von 12 Uhr bis Sonnenuntergang kann man sich den einstündigen „Stillen Begehungen“ (7 Euro, bis 14 J. frei) anschließen.

Teufelsberg Teufelsseechaussee, Grunewald, S7 Grunewald, Treff der historischen Touren für Ortsunkundige Sbd., So. 12.15 Uhr S-Bahnhof Grunewald, für andere am Eingangstor, 15, erm. 8 Euro, berliner-teufelsberg.com

Mitte: Zu Fuß in die Kuppel am Gendarmenmarkt

Einen Aufzug im Turmgebäude des Französischen Doms gibt es nicht, sagt Elena Antosliak. Stattdessen muss man den Weg auf die 60 Meter hoch gelegene Aussichtsplattform zu Fuß zurück legen. Wer die Stufen gemeistert hat, wird mit einem Ausblick weit über die Innenstadt hinaus belohnt.

Französischer Dom Gendarmenmarkt 5, Mitte, U6 Französische Straße, Aussichtsplattform bis 31.3. tägl. 10–18 Uhr, ab April tägl. 10–19 Uhr, letzter Aufgang 1 Std. vor Schließung, 3 Euro, bis 14 J. 1 Euro, franzoesischer-dom.de

Tiergarten: Glänzende Aussichten

Selbst wenn die Sonne nicht scheint, glänzt die „Goldelse“. Die Dame, errichtet 1873 zur Erinnerung an die preußisch-deutschen Siege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich, wurde in den Jahren 2010/11 einer millionenteuren Schönheitskur unterzogen. Das 60 Meter hohe Berliner Wahrzeichen bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Tiergarten und die Berliner City. Dafür muss man allerdings erst einmal 285 Stufen erklimmen.

Siegessäule Straße des 17. Juni/Großer Stern, Tiergarten U9 Hansaplatz, S, 5, 7, 75, Bellevue, ab 1.4. Mo.–Fr. 9.30–18.30 Uhr, Sbd.+So. 9.30–19 Uhr geöffnet, Eintritt 3, erm. 2,50 Euro

Mitte: Bis nach Brandenburg

Bei sehr klarer Sicht wird Fernsehturmbesuchern in Mitte ein imposanter Fernblick geboten - man sieht etwa 70 Kilometer weit, bis zum Freizeitbad „Tropical Islands“. Die rundum verglaste Aussichtsplattform des 1969 eröffneten schlanken Turms mit seiner Kugel befindet sich in 203 Meter Höhe. 40 Sekunden brauchen die beiden Aufzüge dafür. Einer davon ist gerade saniert worden, der andere ist Anfang April fertig. Von der Aussichtsplattform führt eine Treppe zum vier Meter höher gelegenen, sich in einer halben, zuweilen auch einer Stunde einmal um die eigene Achse drehenden Restaurant „Sphere“.

Fernsehturm Panoramastr. 1a, Mitte, S5, 7, 75, 9, U2, 5, 8 Alexanderplatz, tägl. 9–24 Uhr, 12,50 Euro, 4–16 J. 8 Euro, unter 4 J. frei, Restaurant tägl. 9–24 Uhr, www.tv-turm.de