Berliner Morgenpost: Herr Mendler, sind Sie Bauer oder Landwirt?

Georg Mendler: Die offizielle Bezeichnung ist Landwirt. Manchmal sagen Kinder noch Bauer.

Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?

Man ist viel draußen an der frischen Luft und hat viel Abwechslung. Eintönig wird es nie, denn mit Rindern, Pferden und Ackerbau gibt es sehr viel zu tun, so zum Beispiel melken, füttern, Ställe sauber halten, säen und ernten.

Was macht Ihnen weniger Spaß?

Mit fällt nichts Negatives ein. Es bleibt einfach immer faszinierend und interessant. Man weiß vorher nicht, ob eine Milchkuh 25 oder 35 Liter geben wird. Und wenn der Mais Ende April in den Boden kommt, ist nicht sicher, ob die Ernte gut oder wegen einer großen Trockenheit schlechter wird. Aber das ist nichts Negatives für mich, wir kalkulieren immer mit Durchschnittswerten und freuen uns, wenn es die Natur besonders gut meint.

Wie wird man Landwirt?

Ein mittlerer Schulabschluss ist Pflicht. Dann gibt es die Möglichkeit, eine Lehre zum Landwirt zu machen. Mit dem Abitur kann man auch Landwirtschaft studieren und in die Forschung gehen.

Welche Eigenschaften sind Voraussetzung?

Die Liebe zu den Tieren ist ganz wichtig. Außerdem sollte man kräftig zupacken können.

BM