Hotel in Potsdam

Linke scheitert mit Antrag gegen Abriss des "Mercure"

An dem Hotelbau in der Potsdamer Innenstadt scheiden sich die Geister. Die Linken wollten den DDR-Bau erhalten.

Das Hotel "Mercure" im Hintergrund. Davor der neue  Potsdamer Landtag

Das Hotel "Mercure" im Hintergrund. Davor der neue Potsdamer Landtag

Foto: Bernd Settnik / dpa

Die Linken-Fraktion ist in der Potsdamer Stadtverordneten-Versammlung (SVV) mit dem Ziel gescheitert, den langfristig geplanten Abriss des „Mercure“-Hotels zu kippen. Die Mehrheit der Stadtverordneten stimmte gegen einen entsprechenden Antrag.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg argumentierte am Mittwoch vergeblich, dass der Abriss-Beschluss der SVV Anfang März zu spät gekommen sei. Die 1999 beschlossene Sanierung der historischen Mitte Potsdams hätte nach 15 Jahren im Jahr 2014 abgeschlossen werden müssen, sagte Scharfenberg. Dagegen erklärte der Fachbereichsleiter für Stadterneuerung, Andreas Goetzmann, die 15-Jahres-Frist sei erst im Jahr 2007 eingeführt worden - und laufe daher für vorher gefasste Beschlüsse erst 2022 aus.

Die Stadtspitze will nach dem Abriss des Hotels den alten preußischen Lustgarten als „Wiese des Volkes“ wieder errichten. Dagegen gibt es in der Bevölkerung spürbaren Widerstand. Die Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ startet daher am Freitag ein Bürgerbegehren zum Erhalt der verbliebenen DDR-Bauten in der historischen Mitte.