Brand in Flüchtlingsheim

Sonderkommission und Spürhunde in Nauen im Einsatz

Eine Sonderkommission ermittelt nun zum Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen. Auch Spürhunde kommen zum Einsatz.

Nach dem Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) ist eine Sonderkommission mit 40 Beamten gebildet worden. Das sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Neben Mitarbeitern des Staatsschutzes sind dort auch Brandschutz-Spezialisten vertreten. Es werde alles getan, um die Täter zu fassen, sollte es sich um Brandstiftung gehandelt haben.

Mittwochvormittag war zudem eine Staffel von Spürhunden aus Berlin im Einsatz. Die Tiere sollen in der Sporthalle nach Spuren von Brandsätzen suchen, wie die Polizei mitteilte. Die Hunde gehen auf Spurensuche, nachdem sich der Brandgeruch verflüchtigt hat.

Die Ermittler hatten bereits weitgehend ausgeschlossen, dass das Feuer in der Sporthalle eines Oberstufenzentrums durch einen technischen Defekt ausgebrochen war. Wann konkrete Ergebnisse zur Brandursache vorliegen werden, war am Mittwochmorgen noch unklar. .

Im Falle von Brandstiftung, forderten Schröter und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine rasche und harte Bestrafung der Täter. Sie werden im rechtsextremen Milieu vermutet, zumal es in Nauen seit Monaten immer wieder Demonstrationen gegen die Aufnahme von Asylbewerbern gegeben hatte.

Dagegen hat es allerdings seit längerem Widerstand aus der Bevölkerung und Gegendemonstrationen gegeben. Auch am Dienstagabend folgten etwa 300 Nauener dem Aufruf zu einer Mahnwache an dem ausgebrannten Gebäude im Oberstufenzentrum. Dort sollten in Kürze etwa 100 Flüchtlinge untergebracht werden, sie sollen nun anderswo im Landkreis unterkommen.


( dpa/sh )