Lausitz

Wölfe sollen Rinder angefallen haben

Im brandenburgischen Teil der Lausitz soll eine Rinderherde von Wölfen angegriffen worden sein. Dabei seien Anfang Mai mehrere Kälber gerissen worden, teilte der Landesbauernverband mit. Das Landesumweltministerium bestätigte den Vorfall.

Wölfe haben möglicherweise mehrere Kälber in Südbrandenburg gerissen. Damit hätten bundesweit erstmals die Raubtiere Rinder angegriffen und getötet, berichtete der Landesbauernverband am Mittwoch. Das Landesveterinäramt in Frankfurt (Oder) habe den Übergriff von Wölfen oder Wolf-Hund-Hybriden auf vier Kälber bestätigt. Bisher habe es nur Mitteilungen über getötete Schafe und Ziegen gegeben. Es könne ausgeschlossen werden, dass es wildernde Hunde gewesen seien. Dagegen hält das Potsdamer Umweltministerium die Wolfsattacke nicht für eindeutig bewiesen.

Es gebe keine „amtliche Bestätigung“, dass die Kälber der Agrargenossenschaft in Proschim (Spree-Neiße) von Wölfen oder Wolf-Hund-Hybriden gerissen wurden, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Allerdings spreche vieles dafür, dass es Wölfe waren. Das Landeslabor habe festgestellt, ein Kalb sei von einem großen Tier getötet worden. „Dabei ist aber weder von Wolf-Hund-Hybriden die Rede, noch kann ein Hund als Verursacher ausgeschlossen werden.“

Weitere Infos zu den Wölfen unter www.wolfsregion-lausitz.de