Husky-Attacke

Todesbisse - Staatsanwalt ermittelt gegen Eltern

Nach der tödlichen Beißattacke eines Husky-Schäferhund-Mischlings in Cottbus wird nun das zwei Monate alte Baby obduziert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob die Eltern ihre Aufsichtpflicht verletzt haben. Nach ersten Ermittlungen war die Kleine aber nur kurz ohne Aufsicht.

Nach dem Tod eines acht Wochen altes Babys durch Hundebisse in Cottbus wird jetzt gegen die Eltern ermittelt. Es müsse geprüft werden, ob sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus, Horst Nothbaum. Derzeit werde das Kind obduziert, die Staatsanwaltschaft erwarte den Bericht noch heute.

Der Hund der Familie - ein Husky-Schäferhund-Mischling - hatte am Sonnabend den Kinderwagen mit dem Kind umgestoßen. Der Hund stürzte sich dann auf das Kind, das heraus gefallen war. Das Mädchen starb später an den schweren Bissverletzungen.

Nach Angaben der Polizei hatten die 37 und 38 Jahre alten Eltern nach der Attacke unter Schock gestanden und konnten zunächst nicht vernommen werden. Ersten Ermittlungen zufolge soll das Baby nur kurze Zeit alleine gewesen sein: Die Familie habe den Abend auf der Terrasse ihres Einfamilienhauses im Stadtteil Saspow verbracht, hieß es. Gegen 22 Uhr hätten die Eltern zusammen mit den 17 und zwölf Jahre alten Söhnen Geschirr und Essensreste ins Haus gebracht. In dieser Zeit sei es zu der Beißattacke gekommen.

Offenbar stieß der Hund genau in diesem Moment den Kinderwagen um. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei habe sich der Mischling sofort auf das schreiende Kleinkind gestürzt und ihm in den Kopf gebissen.