Insolvenz

Hamburger Dinner-Zirkus nach Tigerangriff pleite

Nach dem Angriff dreier Tiger auf den Dompteur Christian Walliser hat der Hamburger Dinner-Zirkus einen Insolvenzantrag gestellt. Der tragische Tigerunfall sei der unmittelbare Auslöser der Liquiditätskrise gewesen, teilte der Zirkus mit. Nach dem Vorfall sei es nicht mehr gelungen, im gewohnten Umfang Karten zu verkaufen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Dem Unternehmen fehlten danach entscheidende Einnahmen, teilte die Firma im Internet mit. Obwohl der Dinner-Zirkus erfolgreich und profitabel gewesen sei, habe er nach dem Tigerunfall nicht mehr die notwendigen Beträge erwirtschaften können, hieß es.

Generelle Ursache sei jedoch vor allem die allgemeine Wirtschaftskrise. Die Alte Dressurhalle GmbH habe schon in den Monaten vor dem alljährlichen Dinner-Zirkus im klassischen Veranstaltungsgeschäft, wie bei Galas, Präsentationen, Kongressen und Partys, nicht mehr die benötigten Umsätze gemacht.

Auch die Suche nach einem Investor oder Sponsor sowie Gespräche mit dem Vermieter, dem Haus Hagenbeck, blieben den Angaben zufolge erfolglos. Alle Künstler, Ensemblemitglieder und Mitarbeiter seien bis auf eine „minimale Notmannschaft“ entlassen worden. Wallisers Engagement im Dinner-Zirkus hatte Medienberichten zufolge bereits mit dem Unfall und dem Ausfall seiner Vorführungen geendet.

Der Augsburger Dompteur war am 8. Dezember bei einer Dinner-Party in der Manege der „Alten Hagenbeck'schen Dressurhalle“ gestolpert und vor den Augen von fast 200 Showgästen von drei bengalischen Tigern angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden.

Die Tiger hatten ihm fast die Hand abgerissen, das Becken durchbissen und den Schädel schwer verletzt. Walliser wurde am 9. Januar wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen