Brandenburgs Wasserschutzpolizei beobachtet immer mehr Freizeitskipper mit Alkohol am Steuer. Ein großes Problem sei zudem, dass vielen die Regeln der Schifffahrt nicht bekannt seien, sagte ein Behördensprecher. Laut Polizei gilt dies insbesondere für jene Boote, die unter 15 PS haben und ohne Führerschein genutzt werden dürfen. Im ersten Halbjahr 2014 fielen rund 460 dieser Fahrzeuge bei Kontrollen unangenehm auf. In etwa 27 Prozent der Fälle trafen die Polizisten den Skipper mit Alkohol am Steuer an. Rund 17 Prozent von ihnen hatten Vorschriften der Schifffahrt missachtet.
Insgesamt hat die Polizei in den vergangenen sechs Monaten im Bereich der Freizeitschifffahrt etwa 10.500 Fahrzeuge kontrolliert, davon rund 2500 Sportmotorboote mit weniger als 15 PS. Wie schon im Vorjahr habe es in jedem fünften Fall etwas zu beanstanden gegeben, so die Behörde.
Immer mehr Partyflöße und kleine Sportboote unterwegs
Die Verkehrsdichte auf Brandenburgs Gewässern wächst zunehmend, vor allem Partyflöße und kleine Sportboote sind sehr beliebt. Wegen der steigenden Gefahr hat die Polizei ihre Kontrollen verstärkt. Im ersten Halbjahr seien etwa 30 Prozent mehr Fahrzeuge kontrolliert worden als im Vorjahreszeitraum, hieß es.
Allein an diesem Wochenende überprüfte die Wasserschutzpolizei der Direktion West, die unter anderem für den Bereich Potsdam und das Havelland zuständig ist, 268 Sportboote. Dabei seien 87 Verstöße gegen Vorschriften geahndet worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.
Bereits 2013 erwischte die Wasserschutzpolizei deutlich mehr Skipper mit Alkohol am Steuer als im Vorjahr. Die Zahl stieg nach Behördenangaben von 49 auf 75. Auch die Anzahl der Zwischenfälle, an denen Sportboote beteiligt waren, stieg landesweit auf 133 (2012: 119). Insgesamt hatten die rund 200 Beamten etwa 25.000 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei hatte sie in fast 5000 Fällen etwas zu beanstanden.
dpa



