Ein 30 Jahre alter Mann ist in Berlin bei einer Feier von einem Schiff aus in die Spree gestürzt und gestorben. Warum der Mann in Mitte in Höhe des Kapelle-Ufers in den Fluss fiel, war zunächst unklar. Die Polizei schloss ein Fremdverschulden aber aus. An Bord des Schiffes waren rund 200 Menschen gewesen. Eine Obduktion soll nun klären, ob das Opfer betrunken war.

Feuerwehrtaucher zogen den Mann noch lebend aus dem Wasser, nachdem sie ihn eine Weile gesucht hatten. Der 30-Jährige kam ins Krankenhaus. Dort starb er später in der Nacht.

Die Spree wird oft unterschätzt

Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen an der Spree. Gerade im Sommer zieht es viele Berliner auf und an das Wasser. Oft ist dabei auch Alkohol im Spiel. Das erhöht die Unfallgefahr. Im September 2012 zum Beispiel kam eine 40-jährige Frau in der Spree ums Leben. Sie habe nachmittags mit einem 42 Jahre alten Mann am Spreeufer in Berlin-Oberschöneweide gesessen und Alkohol getrunken, sagte ein Sprecher der Polizei in Berlin. Vermutlich betrunken sei sie in die Spree gefallen und sofort untergegangen.

Ihr Begleiter gab der Polizei an, augenblicklich hinter der Frau hergesprungen zu sein, sie im Wasser aber nicht gefunden zu haben. Er alarmierte Feuerwehr und Wasserschutz. Die Helfer suchten mit einem Boot nach der Verschwundenen und fanden sie nach mehr als einer halben Stunde im Wasser. Die Frau war tot. Sie sei vermutlich ertrunken. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus.

Die Polizei warnt daher, die Gefahr auf dem Wasser und auch am Spreeufer nicht zu unterschätzen.

Vor anderthalb Jahren hat ein Kapitän des Ausflugsdampfers „Bellevue“ in Moabit einen jungen Mann vor dem Ertrinken aus der Spree gerettet.Ein 20-Jähriger hatte sich von der Gotzkowskybrücke ins Wasser gestürzt, in suizidaler Absicht. Der Kapitän stoppte sein Schiff sofort und sprang ins Wasser, zog den jungen Mann mit einem Rettungsring ans Ufer. Er überlebte.

dpa/BM/seg