Der Fund einer Babyleiche am Dienstag in einem Ortsteil der Stadt Werder/H. nahe Potsdam beschäftigt die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Ob der grausige Fund mit einem Verbrechen in Verbindung steht, blieb zunächst offen. Eine Obduktion soll weitere Erkenntnisse erbringen.

Auf einem Grundstück in Glindow (Potsdam-Mittelmark) wurde am Dienstagmittag ein totes Baby entdeckt, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, Christoph Lange. Unter welchen Umständen die Säuglingsleiche gefunden wurde, wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Das tote Baby müsse nun in der Rechtsmedizin untersucht werden. „Die mutmaßliche Mutter ist uns bekannt und steht für Befragungen bereit“, so der Sprecher.

Berichte, die Frau sei geflohen und nahe einem Supermarkt gefasst worden, kommentierte er nicht. Die Frage, ob das Baby tot geboren wurde oder danach gestorben ist, würden wesentlich die Bewertung des Vorgangs beeinflussen.

Angaben zum Alter oder Geschlecht des Kindes lagen nicht vor. Auch der genaue Todeszeitpunkt und die Todesursache seien unklar, sagte Lange.

Polizei bekam Hinweis

Die Polizei hatte kurz nach zwölf Uhr einen Hinweis erhalten und war in die Rosa-Luxemburg-Straße gefahren. Auf einem dort gelegenen Grundstück wurde der Leichnam des Säuglings entdeckt. Nähere Einzelheiten, etwa zum Ort und zur Situation, in der die Leicht gefunden wurde, wurden nicht gemacht.

Zuletzt war in Brandenburg im Februar 2012 ein totes Baby in Hohen Neuendorf (Kreis Oberhavel) in einer Plastiktüte auf dem Grundstück der Eltern der Mutter entdeckt worden.

cbr/pol