Luxushotelbetreiber

Hotelchef Hilpert ist Anklage zugestellt worden

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Dem Betreiber des "Resort Schwielowsee", Axel Hilpert, ist die Anklage zugestellt worden. Jetzt hat sein Anwalt zwei Wochen Zeit für die Abgabe einer Stellungnahme. Danach entscheide die 4. Große Strafkammer über die Zulassung der Anklage.

Dem in Untersuchungshaft sitzenden Hotelbetreiber Axel Hilpert ist die Anklage zugestellt worden. Das teilte ein Sprecher des Potsdamer Landgerichts am Dienstag mit. Jetzt habe der Anwalt des Hotelbetreibers zwei Wochen Zeit für die Abgabe einer Stellungnahme. Danach entscheide die 4. Große Strafkammer über die Zulassung der Anklage.

Hilpert sitzt seit Mitte Juni in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen Hilpert vor, beim Bau des Hotelkomplexes in Werder/Havel die Landesinvestitionsbank ILB getäuscht und unrechtmäßig eine zu hohe Förderung kassiert zu haben. Die Ermittler vermuten ein betrügerisches Geflecht um den früheren Stasi-Mitarbeiter Hilpert, der zudem Kunst- und Antiquitätenhändler beim DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski war. Für das Projekt waren 9,2 Millionen Euro Förderung bewilligt worden.

Vor drei Jahren hatte der Landesrechnungshof mit seinem Jahresbericht den Stein ins Rollen gebracht. Dort wird die ILB dafür kritisiert, den auffällig hohen Preis für ein erworbenes Grundstück am Schwielowsee ohne Nachfragen akzeptiert zu haben. Damit aber habe sie eine Überschreitung des Ausgabeansatzes um mehr als 20 Prozent gebilligt, was gegen haushaltsrechtliche Vorgabe verstoße.

( dpa/nbo )