Brandenburg

Fast jeder dritte Erstklässler hat Sprachprobleme

Die Sprachkompetenz vieler ABC-Schützen in Brandenburg lässt zu wünschen übrig. Bei der Einschulungsuntersuchung schnitten Kinder, die keine Kita besucht hatten, sogar etwas besser ab.

Fast jedes dritte Kind in Brandenburg hat bei seiner Einschulung Sprachmängel. Kinder, die keine Kita besucht haben, schnitten bei Sprachuntersuchungen im vergangenen Jahr sogar etwas besser ab als der Durchschnitt aller untersuchten Kinder, erklärte Bildungsministerin Martina Münch (SPD) am Mittwoch in der Fragestunde des Potsdamer Landtags.

Demnach zeigten 29 Prozent der Kinder insgesamt Sprachauffälligkeiten, aber nur 27 Prozent der sogenannten Hauskinder, die keine Kita besucht haben.

In Brandenburg gab es im vergangenen Jahr unter den rund 20.700 potenziellen Erstklässlern rund 700 „Hauskinder“, von denen allerdings nur etwa ein Drittel untersucht wurde. Bei etwa 50 Prozent dieser Kinder habe sich der Test erübrigt, weil sie so gut sprachen, sagte Münch. Weitere rund 14 Prozent seien bereits in einer Sprachtherapie gewesen.