Die Ermittlungen zum tragischen Unfall eines polnischen Reisebusses am Schönefelder Kreuz vor fast drei Monaten stehen vor dem Abschluss. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam mit. Sämtliche Fragen zum Unfallhergang seien inzwischen von einem Sachverständigen beantwortet worden, sagte ein Sprecher.
Bei dem Unfall am 26. September waren 14 Menschen getötet und 35 verletzt worden, darunter zwei Insassen eines beteiligten deutschen Wagens. Gegen dessen Fahrerin ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Die Frau schweigt weiterhin.
Der Bus mit 49 Insassen – Mitarbeiter des Forstamtes Zlocieniec (Falkenburg) und deren Angehörige sowie zwei Busfahrer – war auf einer Urlaubsrückreise in Brandenburg unterwegs. Auf der Autobahn 10 prallte der Wagen gegen einen Brückenpfeiler. Vorausgegangen war ein Zusammenstoß mit dem Auto einer 37-Jährigen, die bei der Berliner Polizei tätig ist. Sie wurde bei dem Unfall ebenfalls verletzt. Die Verletzten waren auf Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg verteilt worden. Einige Unfallopfer starben dort in der Folgezeit. Erst Anfang November konnten letzten von ihnen die Kliniken verlassen und in die Heimat zurückkehren.
dpa/tj



