Tote im Straßenverkehr

Berlin ist im Vergleich zu Brandenburg sicher

Auf Deutschlands Straßen hat es 2010 so oft gekracht wie seit elf Jahren nicht mehr. Die Zahl der Verkehrstoten ist dennoch auf einem historischen Tiefstand gesunken. Am gefährlichsten verhalten sich aber Verkehrsteilnehmer in Brandenburg.

Die Gefahr, im Straßenverkehr zu sterben, ist in Berlin bundesweit am zweitniedrigsten. Pro eine Million Einwohner starben im vergangenen Jahr 13 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Bundeshauptstadt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Insgesamt waren es 44 Tote. Weniger gefährlich war es nur in Hamburg, wo zwölf Menschen pro Million Einwohner im Verkehr ums Leben kamen. In den Stadtstaaten sind die Zahlen immer deutlich niedriger als in den Flächenländern, weil es weniger Landstraßen und Autobahnen gibt, auf denen sehr schnell gefahren wird.

Am gefährlichsten verhalten sich die Verkehrsteilnehmer in Brandenburg: dort gab es pro Million Einwohner 76 Tote. Generell ist Ostdeutschland problematischer. Die Quote liegt mit 58 Toten pro Million höher als im Westen mit 44. In den vergangenen zehn Jahren schrumpfte der Unterschied aber deutlich.

In ganz Deutschland wurden 3648 Menschen im Straßenverkehr getötet. Das war ein Rückgang um 504 Opfer oder zwölf Prozent und der tiefste Wert seit sechs Jahrzehnten.