Dass Straßenbauarbeiten in Treptow-Köpenick gern mal gleich ein paar Monate länger dauern als zu Beginn angekündigt, ist nichts Neues mehr. Das wissen Autofahrer, die regelmäßig auf den Fürstenwalder Damm in Friedrichshagen, die Grünauer Straße in Köpenick oder die Wegedornbrücke in Altglienicke angewiesen sind, bestens. Jetzt erwischt es zum wiederholten Male auch die Treskowallee in Oberschöneweide.

Wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick mitteilt, verzögern sich die Bauarbeiten auf dem Abschnitt zwischen An der Wuhlheide und Trabrennbahn Karlshorst in Fahrtrichtung Bezirksgrenze nach Lichtenberg nun bis Ende Januar 2025. Dann soll – vorbehaltlich der Witterung – die Verkehrsfreigabe erfolgen. Grund seien zuvor nicht sichtbare Schäden an der Regenwasserkanalisation. „Die notwendigen Reparaturarbeiten durch die Berliner Wasserbetriebe wirken sich auf den weiteren Bauablauf aus“, informiert das Straßen- und Grünflächenamt.

Treskowallee: Schon im März wurden Verzögerungen bekannt

Im März dieses Jahres hatte der Bezirk noch verkündet, die Arbeiten sollten bis Ende des Sommers abgeschlossen werden. Bereits das war jedoch schon außerplanmäßig. So hatten sich im Frühjahr die Wasserbetriebe und der Bezirk nach begonnenen Reparaturarbeiten in der Treskowallee aufgrund der starken Abnutzung von Gullys und Schächten sowie bruchgefährdeter großer Leitungen auf einen umfassenden Neubau der Straße inklusive dieser darunterliegenden Anlagen verständigt.

Aufgrund des gestiegenen Bauumfangs wurde damals vermeldet, dass die ursprünglich geplante Fertigstellung von Mitte März bis zum Ende der Sommerferien verlängert wird.

Fahrbahn durch Autoverkehr stark abgenutzt

Die Treskowallee Richtung Norden – das war der Grund für die Sanierung – war zuvor nicht mehr verkehrssicher. Schächte und Straßenabläufe der Kanalisation waren aufgrund ihres Alters und der starken Beanspruchung durch den Autoverkehr verschlissen. Nach dem Abriss der verschlissenen Fahrbahn stellen die Wasserbetriebe fest, dass ein Trinkwasserrohr und zwei Abwasserdruckleitungen aus Grauguss nur noch zu gering mit Boden überdeckt waren.

Es bestand ein starkes Bruchrisiko, weshalb entschieden wurde, diese Leitungen auf einer Länge von jeweils 600 Metern gegen neue Rohre auszuwechseln. Der Autoverkehr läuft seit Beginn der Sanierung einspurig in beide Richtungen.

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