Die Eltern der Athene-Grundschule in Berlin-Lichterfelde zeigten, wie harmonisch es sein könnte: Mittwochmorgen richteten sie vor dem Eingang der Curtiusstraße für 30 Minuten eine temporäre Schulzone ein. Dabei pochte die Schulweg-AG der Schule erneut auf Umsetzung einer Reihe von Forderungen für mehr Sicherheit der Kinder. Die Morgenpost fragte bei Urban Aykal (Grüne), Stadtrat für Straßen und Grünflächen, nach.

Querungshilfe an Schule soll 2027 geprüft und umgesetzt werden
Nach der Sicherheitslage vor der Athene-Grundschule gefragt, sagte er, sie sei vor Schulbeginn und während der Abholzeit „sehr kritisch“. Zur Forderung der Eltern nach mehr Übersichtlichkeit an den Kreuzungen direkt neben der Schule, vor allem der Ecke Curtiusstraße, Kadettenweg, Köhlerstraße sagte Aykal, an der Stelle bestehe ohne Frage Verbesserungsbedarf: „Das werden wir als Amt noch mal prüfen und gucken, dass wir 2027 eine entsprechende Querungshilfe einsetzen können.“ Er erwarte „eine Art Gehwegvorstreckung“.
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Dagegen dämpfte Aykal die Hoffnung der Arbeitsgemeinschaft auf alleinige Grünphasen für Fußgänger an Ampeln entlang der Schulwege, etwa Unter den Eichen, Ecke Drakestraße. Mehr Zeit zur Querung für Schüler und etwa Senioren begrüße er. Aber da seien Senatsverwaltung und Landesunternehmen infraSignal gefragt. Sie kalkulierten allerdings auch den Verkehrsfluss ein. Für ihn jedoch habe „Sicherheit Vorrang vor Verkehrsfluss“.
Tempo 30 und bessere Radwege: Bezirk will Schulumfeld sicherer machen
Die Umsetzung der Elternforderung nach Tempo 30 auf der nahe gelegenen Drakestraße würde wohl bei einer möglicherweise zukünftig grün geführten Senatsverkehrsverwaltung realistischer, so Aykal. Wie die Väter und Mütter der Athene-Grundschule hält auch er die Fahrradinfrastruktur in deren Umfeld nicht für Kinder geeignet. Der Bezirk werde daher weiter gemäß Radvorrangnetz arbeiten. Es schreibt etwa nach dem Mobilitätsgesetz Wege mit 2,50 Metern Breite je Richtung vor. „Aktuell setzen wir den Fokus auf den Tietzenweg, wovon im Umfeld beispielsweise die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und Käthe-Kruse-Grundschule profitieren werden.“

Die Schulweg-AG kritisiert zudem, dass ihre Grundschule für Autofahrer, die davor auf der Curtiusstraße unterwegs sind, nicht als solche zu erkennen sei. Sie wollen, dass sie „sichtbarer“ wird. Stadtrat Aykal sagte, dagegen gebe es nichts einzuwenden. „Das können wir mit den Schülern gemeinsam entwickeln. Da bin ich ganz offen.“
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