In Berlin rückt das Ende der Sommerferien näher. Am 24. August startet das neue Schuljahr, eine Woche später geht es auch für die Erstklässler los. Ein großes Thema für viele Eltern, gerade wenn Kinder in eine neue Schule kommen, ist die Verkehrssicherheit. In Berlin werden jährlich Hunderte Kinder im Verkehr verletzt. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 waren es 333. Zwar hat die Polizei keine Daten dazu, wie viele Kinder in Berlin auf dem Weg zur Schule verunglücken. Für das vergangene Jahr zeigten sich aber zwei zeitliche Spitzen in den Unfallzahlen: am Morgen, zwischen sieben und acht Uhr, und am Nachmittag, zwischen 14 und 18 Uhr.

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Zum neuen Schuljahr ist von der Landesverkehrswacht Berlin gemeinsam mit mehreren Partnern so auch eine neue Kampagne mit dem Motto „Achtung Schulweg! Sicher starten, sicher ankommen“ angekündigt. Sie soll auf die besondere Situation von Kindern im Straßenverkehr aufmerksam machen und für mehr Rücksicht werben. Immer wieder setzen sich Eltern aber auch dafür ein, dass sich etwas auf den Straßen tut, um die Sicherheit für Schüler zu erhöhen. Gefordert werden Tempo 30, Blitzer oder Zebrastreifen – und manchmal haben die Initiativen Erfolg.

Vor welchen Schulen in Berlin ist es für Kinder besonders gefährlich?

In Reinickendorf etwa haben Eltern mehr als drei Jahre dafür gekämpft, dass eine Lücke zwischen zwei Tempo-30-Zonen geschlossen wird, inzwischen ist das geschehen. Andernorts, wie an der Möckernstraße in Kreuzberg, dringen Eltern weiterhin darauf, dass es Verbesserungen für Kinder gibt. Dort sorgen sie sich um kurze Grünphasen an Ampeln oder Zebrastreifen, an denen geparkte Autos die Sicht versperren. Solche Beispiele finden sich immer wieder in der Stadt. Und selbst wenn dann doch ein Zebrastreifen angeordnet wird, vergehen oft Monate bis Jahre, bis er tatsächlich auf die Straße kommt.

Absehbar ist deshalb, dass die Frage der Schulwegsicherheit auch im neuen Schuljahr wieder viel diskutiert werden wird – unter Eltern, genau wie in der Politik, die zuletzt vor allem um das Thema Tempo 30 rang. Schon vor dem Start des neuen Schuljahrs wollen wir aber eine Sammlung besonders problematischer Orte erstellen. Und dafür sind nun Sie gefragt: Vor welchen Schulen in Berlin ist es für Kinder besonders gefährlich? Und wie könnte die Situation verbessert werden? Gefahrenstellen können Sie uns per Mail an aktionen@morgenpost.de schicken – bitte mit Nennung der jeweiligen Schule und möglichst genauer Beschreibung der Problemlage. Gerne können Sie uns auch ein Foto der jeweiligen Stelle schicken.