Grunewald

Notfall-Sprengung erfolgreich: Avus wieder freigegeben

| Lesedauer: 2 Minuten
A. Gandzior, J. Hanack und J. Würzer
Auf der A115 hinter dem Funkturm fährt kein Auto mehr. Nach dem Brand im Grunewald soll Munition gesprengt werden. Dafür wird die Avus zwischen Dreieck Funkturm und Kreuz Zehlendorf gesperrt.

Auf der A115 hinter dem Funkturm fährt kein Auto mehr. Nach dem Brand im Grunewald soll Munition gesprengt werden. Dafür wird die Avus zwischen Dreieck Funkturm und Kreuz Zehlendorf gesperrt.

Foto: dpa

Am Mittwoch sind auf dem Sprengplatz Grunewald vier Bomben vernichtet worden. Morgenpost-Reporter berichten von vor Ort.

  • Auf dem Sprengplatz im Grunewald wurden am Mittwoch vier Weltkriegsbomben gesprengt.
  • Die Autobahn A115 (Avus) ist von der Polizei wieder freigegeben worden.
  • Auch die Züge der S-Bahnlinie S7 fahren wieder durch den Grunewald.

Berlin. Die vier Weltkriegsbomben auf dem Gelände des Sprengplatzes im Grunewald sind am Mittwochnachmittag erfolgreich gesprengt worden. Direkt im Anschluss wurde die Autobahn A115 (Avus) wieder freigegeben. Auch die Züge der S-Bahnlinie S7 fahren wieder durch den Grunewald.

Am Grunewald hatten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei Absperrgitter aufgestellt und einen Sperrkreis rund um den Sprengplatz gezogen. Wasserwerfer der Polizei warteten vorsorglich für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes geschieht.

Die tatsächliche Sprengung war für 13 Uhr geplant, verzögert sich jedoch. Laut Polizei waren bis zu 130 Beamtinnen und Beamte im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern und den Verkehr an den umliegenden Straßen zu regeln.

Sprengung im Grunewald: Vier Bomben "nicht mehr handhabungssicher"

Insgesamt erfolgte die Sprengung von vier Bomben. Drei von ihnen mussten zuvor noch mit technischen Hilfsmitteln zum Sprengplatz gebracht werden, meldete die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ).

Dass die Sprengung der Bomben nötig war, hängt mit Explosionen zusammen, die durch den Brand Anfang August ausgelöst wurden. Dabei seien vereinzelte Sprengmittel aus ihren Aufbewahrungsorten geschleudert worden, heißt es in der Mitteilung der VIZ. Nach dem Brand wurde das Gelände genauer untersucht, dabei wurden vier Bomben als „nicht mehr handhabungssicher“ eingestuft. Dadurch werde eine „umgehende Vernichtung“ erforderlich, heißt es weiter.

Die leere Avus am Mittwochvormittag

Das Feuer auf dem Sprengplatz war am frühen Morgen des 4. August ausgebrochen. Das Löschen dauerte viele Tage, die Brandursache ist immer noch unklar. Das Landeskriminalamt untersucht, ob möglicherweise Brandstiftung dahintersteckt. Die Polizei hatte im Zusammenhang mit den Aufräumarbeiten angekündigt, in nächster Zeit immer mal wieder nicht transportfähige Reste von Munition oder Sprengstoff kontrolliert zu sprengen.

Feuer im Berliner Grunewald - die Bilder