Grunewald-Newsblog

Grunewald: Gelände beim Sprengplatz noch lange gesperrt

| Lesedauer: 82 Minuten
Der verbrannte Wald im Sperrgebiet um die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.

Der verbrannte Wald im Sperrgebiet um die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Aufräumarbeiten auf dem Sprenggelände im Grunewald dauern an. Es kann zu hörbaren Sprengungen kommen. News im Blog.

  • Auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald sind nach Abschluss der Löscharbeiten die Aufräumarbeiten im Gange.
  • Es kann im Zuge dessen zu vereinzelten kontrollierten Sprengungen kommen, informiert die Polizei Berlin.
  • Die Ursache des Feuers ist noch nicht offiziell geklärt. Das Landeskriminalamt untersucht, ob es möglicherweise Brandstiftung war.

Die Berliner Morgenpost berichtet über das Feuer im Grunewald im Newsblog. Erfahren Sie hier alles über den Stand der Lösch- und Aufräumarbeiten, die aktuellen Sperrungen und die Hintergründe des Feuers.

News von Donnerstag, 18. August 2022: Wald nahe Sprengplatz bleibt noch lange gesperrt

8.34 Uhr: Zwei Wochen nach dem Ausbruch eines Feuers auf einem Sprenggelände im Berliner Grunewald sind die Zerstörungen im umliegenden Wald nicht so dramatisch wie befürchtet. „Ich weiß, dass der Wald mit solchen Dingen ganz gut umgehen kann“, sagte der Leiter des Landesforstamtes, Gunnar Heyne, am Donnerstag im RBB-Inforadio. Die Natur helfe sich sehr schnell wieder selbst. „Ich hoffe schon, dass die Laubbäume das relativ gut überstanden haben, dass die Eichen wieder austreiben.“ Der Waldboden werde, „wenn es mal wieder regnet, sehr schnell wieder grün“. Viele Kiefern seien aber abgestorben.

Allerdings bleibe der Wald in direkter Umgebung des Sprengplatzes noch lange gesperrt, weil durch die Explosionen Munitionsteile weit geschleudert worden seien und dort lägen. Das Einsammeln sei eine sehr aufwendige Arbeit, die mehrere Jahre dauern könne, sagte Heyne.

Das Sprenggelände selbst sei von der Polizei inzwischen wieder eingezäunt worden. Handwerker sollten die Strom- und Wasserversorgung wieder herstellen. „Da kehrt langsam auch wieder Normalität ein.“ Die Polizei hatte am Mittwoch angekündigt, im Rahmen der Aufräumarbeiten in nächster Zeit immer Mal wieder Reste von Munition oder Sprengstoff kontrolliert zu sprengen, wenn sie nicht transportfähig seien.

Die Ursache des Feuers ist noch nicht offiziell geklärt. Das Landeskriminalamt (LKA) untersucht, ob es möglicherweise Brandstiftung war. Die Polizei lagerte auf dem Sprenggelände etwa 30 Tonnen alte Granaten, Weltkriegsbomben, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper. Am 4. August brach das Feuer aus. Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Wegen der Gefahren konnte der Platz nicht betreten werden, entsprechend lange dauerte das Löschen.

News von Mittwoch, 17. August 2022: Kontrollierte Sprengungen während Aufräumarbeiten

14 Uhr: Bei den Aufräumarbeiten auf dem Sprengplatz in Grunewald kann es ab Mittwoch zu vereinzelten kontrollierten Sprengungen kommen, die durch Anwohnende akustisch wahrgenommen werden könnten, informiert die Polizei Berlin. Die Spezialistinnen und Spezialisten der Kriminaltechnik begutachten auf dem Sprengplatz aufgefundene kleinere Kampfmittel vor Ort und entscheiden dann, ob diese transport- und verwahrfähig sind. Wenn das nicht der Fall ist, werden die Gegenstände vor Ort kontrolliert gesprengt.

News von Sonntag, 14. August 2022: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung am Großen Fenster

12.29 Uhr: Die Polizei ermittelt nach dem neuen Waldbrand im Grunewald in der Nacht zum Sonnabend wegen Brandstiftung. «Ob fahrlässig oder vorsätzlich ist noch nicht klar», sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei. Das Feuer war an der Havelchaussee in Höhe Großes Fenster ausgebrochen. Es sei keine Folge des vorherigen Großbrandes auf dem Sprengplatz im Grunewald. Mehr darüber lesen Sie hier.

News vom Sonnabend, 13. August 2022: Einsatz am Großen Fenster mittlerweile beendet

9.50 Uhr: Am Großen Fenster im Grunewald ist der Einsatz laut eines Sprechers der Berliner Feuerwehr mittlerweile beendet. Man packe zusammen und sei lediglich mit Nachlöscharbeiten beschäftigt – vereinzelten Glutnestern, die schnell zu bekämpfen seien. Der Boden sei allerdings nach wie vor sehr trocken.

Am Sprengplatz selbst hält die Feuerwehr lediglich eine Brandwache mit zwei Löschfahrzeugen. Die Verantwortung liege allerdings bei der Polizei beziehungsweise deren Sprengmeistern. Der Brand erstrecke sich derzeit auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern und gestalte sich leider als sehr langwierig, so der Feuerwehrsprecher weiter. Der Boden sei nach wie vor sehr heißt, Wasser würde schnell verdampfen.

News vom Donnerstag, 11. August 2022: Löscharbeiten auf Sprengplatz beendet - Polizei übernimmt Gelände

12.32 Uhr: Nach Abschluss der Löscharbeiten auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald soll das Gelände am (heutigen) Donnerstag von der Feuerwehr wieder an die Polizei übergeben werden. Das sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagvormittag. „Aus der Feuerwehrlage wird dann wieder eine Polizeilage“, hieß es in den formalen Bezeichnungen der Behörden. Experten der Polizei betraten den Sprengplatz am Donnerstag - vorher war wegen der Explosionsgefahren alles weiträumig abgesperrt.

Wie genau die Arbeiten auf dem von Explosionen und Feuer verwüsteten Gelände dann weitergehen, sei noch nicht klar. Kriminaltechniker müssen Munition und andere Sprengkörper untersuchen, einsammeln und unschädlich machen. Patronen waren bei dem Brand vor einer Woche durch Detonationen herumgeschleudert worden, einige alte Weltkriegsbomben wurden aus Halterungen gerissen.

Außerdem wollen Brandermittler des Landeskriminalamtes (LKA) klären, wie es zum Ausbruch des Feuers kam und ob es möglicherweise Brandstiftung war. Das Gelände muss wohl auch gesichert und bewacht werden, um zu verhindern, dass Schaulustige oder Munitionssammler es betreten.

Nachdem am Dienstag und Mittwoch Hubschrauber das Gebiet aus der Luft mit Wasserabwürfen gekühlt hatten, fuhr die Feuerwehr am Donnerstag ihren Einsatz langsam herunter. Die Lage stelle sich als relativ sicher dar, sagte ein Sprecher. Der Brand an sich sei gelöscht. Es gebe noch kleinere Glutnester, von denen aber keine größere Gefahr ausgehe. Tanklöschfahrzeuge sollen das Gebiet weiter umfahren, um es kühl zu halten. Die Autobahn 115 (Avus) wurde wieder freigegeben.

Die Feuerwehr werde ihre Schläuche einsammeln, so der Sprecher. Die Hubschrauber der Bundespolizei seien nicht mehr dabei, auch Kräfte aus anderen Bundesländern und Löschroboter hätten ihren Einsatz beendet. Etwa 50 Feuerwehrleute und Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW) sollen noch vor Ort sein. Der angrenzende Wald rund um den Sprengplatz blieb gesperrt.

Grunewald: Feuerwehr fährt Einsatz nach Waldbrand zurück

8.28 Uhr: Eine Woche nach Beginn eines Brandes im Berliner Grunewald fährt die Feuerwehr ihren Einsatz dort langsam herunter. Die Lage stelle sich als relativ sicher dar, sagte ein Sprecher am Donnerstagmorgen. Der Waldbrand an sich sei gelöscht. Es gebe noch kleinere Glutnester, von denen aber keine größere Gefahr ausgehe. Tanklöschfahrzeuge sollen das Gebiet weiter umstreifen, um es kühl zu halten. Die Autobahn 115 (Avus) wurde wieder freigegeben.

Die Feuerwehr werde damit beginnen, ihre Schläuche einzusammeln, sagte der Sprecher. Die Hubschrauber der Bundespolizei seien nicht mehr dabei, auch Kräfte aus anderen Bundesländern und Löschroboter hätten ihren Einsatz mittlerweile beendet. Die Polizei sei am Mittwoch zudem auf den Sprengplatz vorgedrungen.

Die Polizei lagert auf dem Sprenggelände alte Granaten, Weltkriegsbomben, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper. Dort war vor einer Woche ein Brand ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Auch in den Tagen darauf gingen vereinzelt Sprengkörper hoch.

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers sollen am Donnerstag noch etwa 50 Kräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) vor Ort sein. Die angrenzenden Waldgebiete rund um den Sprengplatz blieben gesperrt. Die Autobahn war am Mittwochabend wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Zu- und Abfahrt Hüttenweg blieb zunächst allerdings noch gesperrt.

News zum Brand im Grunewald vom 10. August:

Avus wieder frei befahrbar

21.25 Uhr: Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) meldet, dass die Avus seit etwa 21.15 Uhr wieder offen ist. Die Strecke sei zwischen dem Autobahndreieck Funkturm und dem Kreuz Zehlendorf in beiden Richtungen wieder frei befahrbar, hieß es. Die Anschlussstelle Hüttenweg bleibt in beiden Richtungen weiterhin bis auf weiteres gesperrt. Die Havelchaussee ist wieder offen zwischen Spanische Allee und Wilhelmstadt.

Avus-Öffnung verzögert sich

20.05 Uhr: Die Öffnung der Avus verzögert sich. Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitteilte, muss mit einer Freigabe der Autobahn wohl erst gegen 21 Uhr gerechnet werden. Grund seien Probleme beim Abbau der Absperrungen, meldet die VIZ.

Avus wird wieder freigegeben

17.50 Uhr: Die Avus (A115) und die Havelchaussee werden ab 18 Uhr wieder freigegeben. Das meldet die Berliner Feuerwehr bei Twitter. Die Zu- und Abfahrt Hüttenweg bleibe in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Entfernung der Absperrungen sei bereits veranlasst worden.

Grunewald-Feuer: Öffnung der Autobahn Avus noch am Mittwoch möglich

17.45 Uhr: Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass die Sperrung der Autobahn 115 (Avus) noch am Mittwoch aufgehoben werden kann. „Es sieht gut aus“, sagte ein Feuerwehrsprecher am späten Nachmittag. Der Sprengplatz sei gesichert worden, um so den Sperrkreis um den vom Brand betroffenen Bereich im Berliner Grunewald verkleinern zu können.

Es seien deutliche Erfolg bei den Lösch- und Kühlungsarbeiten erzielt worden. Die A115 liegt etwa 500 Meter von dem Sprengplatz der Polizei entfernt. Die für Berlin wichtige Autobahn war seit dem Ausbruch des Feuers im Grunewald vor knapp einer Woche zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Autobahndreieck Funkturm auf einer Länge von rund elf Kilometern gesperrt.

Hubschrauber löschen Brände im Wald - Roboter auf dem Sprengplatz im Einsatz

13.17 Uhr: Derzeit lautet das Motto der Berliner Feuerwehr: Messen, fliegen, bewässern. Seit Dienstagnachmittag unterstützen Hubschrauber der Bundespolizei die Einsatzkräfte am Boden. Über den Sprengplatz fliegen sie aber nicht, wie Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein sagt: „Sie löschen die kleinen Brände im Grunewald“. Das Problem sei, dass weder Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen innerhalb des Sperrkreises tätig werden können, noch der Löschpanzer hingefahren werden kann. „Wir müssten mehr Schneisen schlagen und würden so den halben Grunewald abholzen“, gibt Kirstein zu bedenken.

Am Sprengplatz selbst sind weiterhin Löschroboter im Einsatz, um den sandigen Boden zu bewässern, in dem noch Munition vermutet wird. Die Avus bleibt weiterhin gesperrt.

Feuerwehr: „Unser großes Ziel ist, die Avus am Mittwoch freizugeben“

10.18 Uhr: Bewegung könnte es im Tagesverlauf bei der Frage geben, ob die Sperrung der Autobahn 115 (Avus), die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt verläuft, aufgehoben werden kann. „Unser großes Ziel ist, die Avus am Mittwoch freizugeben“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Das hänge aber vom Erfolg der Lösch- und Kühlungsarbeiten am Sprengplatz ab.

Die wichtige Autobahn ist seit Ausbruch des Feuers im Grunewald zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Autobahndreieck Funkturm auf einer Länge von rund elf Kilometern gesperrt.

Doch wieder Löschhubschrauber im Grunewald im Einsatz

10.11 Uhr: Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Grunewald werden am Mittwoch nun doch noch einmal zwei Hubschrauber eingesetzt. Das teilte die Feuerwehr am Mittwochvormittag nach einer neuen Lagebesprechung der Einsatzkräfte mit. Die beiden Hubschrauber der Bundespolizei waren am Dienstag erstmals über das Gebiet geflogen. Zunächst hatte es geheißen, dass sie am Mittwoch nicht zur Verfügung stehen, weil sie bei Waldbränden in Sachsen gebraucht werden. Nun sollen sie zumindest am Vormittag Wasser über Glutnester auf dem Sprengplatz und drumherum abwerfen.

Weil es auf dem Sprengplatz auch sechs Tage nach Ausbruch des Feuers noch immer recht heiß ist, besteht laut Feuerwehr weiter die Gefahr, dass Munition oder andere Kampfmittel explodieren. Daher sei es den Einsatzkräften bislang nicht möglich gewesen, dorthin vorzudringen.

Brandbekämpfung geht wohl ohne Hubschrauber weiter

8.06 Uhr: Bei der Brandbekämpfung auf einem Sprengplatz im Grunewald sind die Einsatzkräfte weiterhin noch ein gutes Stück vom Ziel entfernt. „Wir sind leider noch nicht da, wo wir hin wollen“, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Mittwochmorgen, sechs Tage nach Ausbruch des Brandes. Auf dem Areal, das immer noch recht heiß ist, bestehe weiter die Gefahr, dass Munition oder andere Kampfmittel explodieren. Daher sei es den Einsatzkräften bislang nicht möglich gewesen, dorthin vorzudringen.

Am Vortag hatte die Feuerwehr festgestellt, dass auch der Wald südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet sei, die durch Explosionen umhergeflogen sei. Erstmals waren am Abend zwei Hubschrauber zur Brandbekämpfung im Einsatz. Sie stehen laut Feuerwehr am Mittwoch aber nicht zur Verfügung, weil sie bei Waldbränden in Sachsen eingesetzt werden.

Am Vormittag wollten alle Beteiligten am Ort des Geschehens die Lage neu bewerten, so der Sprecher. Dabei sollte es einmal mehr auch um die Frage gehen, ob die Autobahn 115 (Avus), die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt ist, wieder freigegeben werden kann. Die wichtige Verbindung ist seit Ausbruch des Feuers im Grunewald zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Autobahndreieck Funkturm auf einer Länge von rund 11 Kilometern gesperrt.

News zum Brand im Grunewald vom 9. August: Zwei Hubschrauber im Fünf-Minutentakt unterwegs - dritter Hubschrauber begleitete den Einsatz

22 Uhr: Am Dienstagabend waren einem Feuerwehrsprecher zufolge stundenlang zwei Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz, um den noch heißen Sprengplatz mit Wasser aus der Luft zu kühlen und glühende Stellen zu löschen.

Die zwei von der Feuerwehr angeforderten Hubschrauber waren am Abend ab etwa 17.00 Uhr „im Prinzip im Fünf-Minutentakt“ unterwegs, um Wasser aus der nahe gelegenen Havel zu holen und über dem Sprenggelände abzuwerfen, sagte der Feuerwehrsprecher der dpa. Ein dritter Hubschrauber habe den Einsatz begleitet, der bis etwa 20.00 Uhr andauerte.

Die Einsatzkräfte versprachen sich viel von der Aktion: „Wir erhoffen uns eine große Wirkung“, sagte der Feuerwehrsprecher. Man habe entgegen einer ersten Einschätzung festgestellt, dass auch das Waldgebiet südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet sei, die durch die Explosionen umhergeflogen sei. „Aber die Brandbekämpfung aus der Luft ist jetzt möglich.“

Hubschrauber soll Sprengplatz mit Wasser aus der Luft kühlen

16.36 Uhr: Die Feuerwehr will den noch heißen und gefährlichen Sprengplatz im Berliner Grunewald mit Wasser aus der Luft kühlen und die letzten glühenden Stellen löschen. Am späten Dienstagnachmittag wurden dazu zwei Hubschrauber der Bundespolizei erwartet, die die Feuerwehr angefordert hatte, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Mindestens einer von ihnen, ein großer Transporthubschrauber, soll mehrfach Wasser aus der nahe gelegenen Havel holen und über dem Sprenggelände abwerfen.

Ob auch der zweite Hubschrauber Wasser transportiert oder nur begleitet, war zunächst unklar. Bis zum frühen Abend sei der Einsatz möglich. „Wenn die ein paar Stunden fliegen, wird das eine Menge bringen. Davon versprechen wir uns viel“, sagte der Feuerwehrsprecher.

Der Transporthubschrauber könne 2000 Liter Wasser mit einem großen Behälter, der unter ihm hängt, aus Gewässern aufnehmen, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Behälter wird in der Luft über der geplanten Stelle geöffnet und das Wasser verteilt sich über ein Feuer oder das Zielgebiet.

Der Transporthubschrauber gehört demnach zur Fliegergruppe der Bundespolizei und wurde zuletzt auch bei den Waldbränden in Sachsen eingesetzt. Am Dienstag kam er laut Bundespolizei aus Sachsen nach Berlin, kurz vor dem Einsatz im Grunewald sollte er noch einmal aufgetankt werden.

Weiter kleinere Explosionen auf Sprengplatz - Avus gesperrt

13.23 Uhr: Auch am sechsten Tag des Brandes auf dem Sprengplatz im Grunewald ist die Lage noch gefährlich. Die Autobahn Avus, die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt ist, sollte voraussichtlich den ganzen Dienstag weiter gesperrt bleiben, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das eigentliche Sprenggelände wird weiterhin nicht betreten. „Es ist noch zu gefährlich und es geht nur mühsam voran.“ Nur mit einem Löschpanzer und Löschrobotern kühlt die Feuerwehr den Boden und die durch die Explosionen verstreute Munition und einige alte Weltkriegsbomben.

In der Nacht zum Dienstag wurden am Rande des Sperrgebietes wieder kleinere Brände gesichtet und kleinere Explosionen gehört. „Die Lage ist noch dynamisch“, sagte ein Sprecher. Immer wieder würden Glutnester aufflammen. Die Feuerwehrleute löschten die Brände vom Rand des 550-Meter-Sperrkreises aus.

Am Dienstag war das Gelände schon deutlich kühler als am Montagmorgen, als noch Temperaturen von 140 Grad gemessen wurden. Aber einzelne Stellen seien immer noch sehr warm, hieß es. Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 60 Grad bleiben würden, sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern, sagte der Sprecher. Dann sei auch eine Freigabe der Autobahn möglich.

Am Dienstag waren wieder rund 250 Einsatzkräfte vor Ort: Feuerwehrleute, Polizisten mit Wasserwerfern, Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW), der Bundeswehr, des Roten Kreuzes und der Forstverwaltung.

Unklar ist, wann die Brandermittler vom Landeskriminalamt (LKA) auf das Gelände können, um zu untersuchen, ob es sich um Brandstiftung handeln könnte. Die Feuerwehr rechnet damit, dass das Löschen und Kühlen noch einige Tage dauert. Danach muss das Gelände gesichert und die Sprengstoff- und Munitionsreste entfernt werden.

News zum Brand im Grunewald vom 8. August: Avus bleibt voraussichtlich auch Dienstag noch gesperrt

20.30 Uhr: Die Autobahn A115 (Avus) wird voraussichtlich auch am Dienstag wegen des Brandes auf einem Sprengplatz im Berliner Grunewald gesperrt bleiben. „Wir werden aller Voraussicht nach morgen noch nicht die Avus öffnen können“, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Montagabend in der RBB-Abendschau. Es habe am Montag wieder Detonationen gegeben, und der Boden sei nach wie vor „sehr, sehr heiß“.

Im Zentrum des Einsatzes stehe, den Brandherd weiter einzugrenzen und „Leib und Leben zu schützen“, erklärte Giffey. Sie hatte zuvor erneut den Einsatzort besucht und hatte sich von Landesbranddirektor Karsten Homrighausen den aktuellen Stand erläutern lassen.

Am Montag waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort: Feuerwehrleute, Polizisten mit zahlreichen Wasserwerfern, Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW), der Bundeswehr, des Roten Kreuzes und der Forstverwaltung.

Temperatur auf Sprenggelände noch bei 140 Grad

17.19 Uhr: Auf dem Sprenggelände herrschten zum Teil immer noch Temperaturen von 140 Grad, so dass weiterhin Explosionsgefahr besteht, wie ein Sprecher sagte. Die Feuerwehrleute können das Gebiet daher nicht betreten. Nur mit einem umgebauten Panzer, der Wasser verspritzen kann, und mit Löschrobotern können der heiße Boden und die umher liegende Munition gekühlt werden. Weil das Gelände groß, unwegsam, unübersichtlich und von Gebäuden und Zäunen durchzogen ist, gestalte sich dieses Kühlen mit Wasser sehr schwierig, hieß es.

Außerdem gibt es auf dem Sprengplatz immer noch Glutnester, der Wind lässt manche Stellen wieder aufflammen. Weltkriegsbomben und zahlreiche große Patronen seien durch die Explosionen in der Nacht zu Donnerstag überall verstreut worden. „Die Gefahr, die noch durch die Munition und Kampfmittel besteht, ist nicht zu unterschätzen“, so die Feuerwehr. Daher sei Geduld gefragt. Sollte ein Sprengkörper explodieren, könnten Teile davon Menschen verletzen oder auf die Autobahn geschleudert werden.

Die Bereiche müssten auf unter 60 Grad gekühlt werden, um die Explosionsgefahr zu bannen, hätten die Sprengstoffexperten angeordnet, hieß es. Einen vergleichbaren Einsatz einer Feuerwehr habe es wohl im Nachkriegsdeutschland so noch nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Sperrkreis kann nicht verkleinert werden

16.07 Uhr: Die neue Lagebewertung des Sprengmeisters brachte keine neuen Erkenntnisse. Zwar gibt es auf dem Sprengplatz nur noch eine Gefahrenquelle anstatt drei, trotzdem geht weiterhin eine Gefahr aus. Aus diesem Grund kann der Sperrkreis nicht verkleinert werden. Ob das weiter nötig ist, werde mehrmals täglich in Lagebewertungen überprüft, am Montagabend sollte es eine weitere Bewertung geben, sagte ein Sprecher. Eine Freigabe der Autobahn wurde aber noch nicht erwartet.

Die A115 (Avus) sowie die Havelchaussee bleiben also gesperrt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind weiterhin damit beschäftigt, kleinere Brände zu löschen und den Boden auf dem Sprengplatz zu kühlen.

Grunewald-Brand: Sprengmeister soll Gelände erneut erkunden

11.10 Uhr: Die Feuerwehr ist weiterhin damit beschäftigt, Bodenbrände innerhalb des Sperrkreises zu löschen. Das erledigen wie in den vergangenen Tagen Löschroboter. Erst wenn dieser Bereich nach Angaben des Feuerwehrsprechers Thomas Kirstein ausreichend gekühlt ist, könnte der Sperrkreis verkleinert werden und die Einsatzkräfte weiter vordringen. Ein Sprengmeister wird voraussichtlich gegen Mittag noch einmal das Gelände inspizieren. Erst dann können weitere Maßnahmen geplant werden.

Schafe in Sicherheit: Feuerwehr veröffentlicht Bild

10.50 Uhr: Eine Schafherde, von der befürchtet worden war, dass sie in den Flammen umgekommen ist, hat überlebt. Das teilte die Feuerwehr bei Twitter mit. Dazu veröffentlichte die Feuerwehr ein Bild.

Kampf gegen Feuer dauert an - mehrere Glutnester

5.15 Uhr: Die Feuerwehr kämpft weiter gegen den Brand im Grunewald in Berlin. Es brenne noch immer und es gebe noch mehrere Glutnester in dem Bereich, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Die Feuerwehr will heute entscheiden, ob die wegen des Feuers gesperrte Avus (A115) wieder freigegeben werden kann. Der Einsatz, der wohl noch Tage dauern wird, birgt nach Einschätzung der Feuerwehr weiter große Gefahren. Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern. Die Einsatzkräfte sollten näher an den Sprengplatz herankommen, wo der Brand ausgebrochen war - und der dort aktuell gelöscht ist. Der Boden ist allerdings sehr heiß.

Noch gilt für die Feuerwehrleute ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Sprengplatz. Am Sonntag war ein Sprengmeister in einem gepanzerten Fahrzeug dort. Dabei konnte er wichtiges technisches Material bergen. Die Feuerwehr kann inzwischen zwei Löschroboter und einen Löschpanzer einsetzen, die auf dem Gelände definierte Hotspots kühlen. Die Lage wird insgesamt als sehr dynamisch eingeschätzt.

Die Kühlmaßnahmen mit Wasser auf dem Sprengplatz werden nachts ausgesetzt, weil für die eingesetzten Roboter und Panzer Licht und Übersicht nicht ausreichen. In der Nacht sei jedoch ein Bereitschaftsdienst unterwegs, der regelmäßig Streife fahre, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Nach der dreitägigen Streckensperrung läuft der Bahnverkehr derweil wieder normal. Die Feuerwehr hatte am Samstag in Absprache mit der Polizei die Zugstrecke wieder freigegeben. Betroffen waren S-Bahnen, Regionalzüge, IC und ICE.

Auch die seit Ausbruch des Feuers am Donnerstag bestehende generelle Sicherheitszone von 1000 Metern um das Gelände besteht weiterhin. Eine Ausnahme gilt bisher nur für die Bahnstrecke, die am äußeren Rand der Sperrzone verläuft.

News zum Brand im Grunewald vom 7. August: Bettina Jarasch vor Ort im Grunewald

21.06 Uhr: Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat sich am Sonntag noch einmal vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und am Abend mehrere Bilder aus dem Brandgebiet getwittert.

Mehrere Brandherde im Sperrkreis entdeckt

18.29 Uhr: Die Einsatzkräfte setzten am Sonntag auch ihre Erkundungen aus der Luft fort. Mit Drohnen und aus einem Hubschrauber der Bundespolizei heraus wurden thermografische Messungen durchgeführt sowie Luftaufnahmen gemacht. „Bei Luftaufnahmen am frühen Sonntagabend haben wir noch mehrere Brandherde innerhalb des Sperrkreises entdeckt“, sagte Witt. In regelmäßigen Lagebesprechungen werden die Maßnahmen der Feuerwehr der „sehr dynamischen“ Lage angepasst, hieß es.

Feuerwehr setzt zweiten Roboter auf Sprengplatz ein

15.44 Uhr: Bei der Brandbekämpfung im Grunewald kann die Feuerwehr einen zweiten Löschroboter einsetzen. Das Fahrzeug sei aus Falkensee in Brandenburg eingetroffen, sagte Feuerwehrsprecher Mario Witt am Sonntag. Nun können die auf dem Gelände definierten Hotspots von zwei Löschrobotern und einem Löschpanzer gekühlt werden.

Die Feuerwehr bekämpft auch weiterhin kleinere Brände in der Gefahrenzone, die 500 Meter um den Sprengplatz definiert ist. „Es gibt Stellen, da kommen wir nicht ran“, sagte Witt. Vereinzelt seien immer wieder kleinere Feuer zu beobachten. „Da dürfen wir aber noch nicht tätig werden, weil da nach wie vor auch nur gepanzerte Fahrzeuge Zugang haben.“ Auf dem Sprengplatz selbst sei der Brand aktuell gelöscht.

Am Vormittag war ein Sprengmeister in einem gepanzerten Fahrzeug auf dem Sprengplatz. Dabei habe er auch wichtiges technisches Material bergen können.

Feuerwehr will Gefahrenbereich um Sprengplatz verkleinern

10.42 Uhr: Bei der Brandbekämpfung auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald will die Feuerwehr näher an den Brandherd heranrücken. Aktuelles Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern, sagte Feuerwehrsprecher Mario Witt am Sonntag. Es gehe darum, die Einsatzkräfte näher ans Zentrum heranbringen zu können und im Wald weiter aktiv sein zu können. An vielen kleinen Stellen brenne es noch. Aktuell gilt für die Feuerwehrleute ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Sprengplatz.

Am Vormittag sollte ein Sprengmeister in einem gepanzerten Fahrzeug auf den Sprengplatz gebracht werden, um eine neue Einschätzung der Lage zu bekommen. Daraus könnten sich dann mögliche Anpassungen der Maßnahmen ergeben. Witt sprach von einer sehr dynamischen Lage, in der sich kurzfristig viel ändern könne.

Die Situation im Zentrum ist weiterhin brisant. „Wir reden immer noch von einer ganz akuten Gefahr auf dem Sprengplatz“, sagte Witt. „Wenn jetzt Spezialkräfte in die Einsatzstelle direkt eindringen, dann heißt das noch lange nicht, dass es da keine Gefahr gibt, sondern die ist sehr wohl da. Deswegen müssen wir da auch mit äußerster Vorsicht agieren.“ Die Arbeit auf dem Sprengplatz sei lebensgefährlich.

In der Nacht waren vier mobile Löscheinheiten mit sechs Fahrzeugen unterwegs. Diese bewässerten im Gebiet rund um den Gefahrenbereich den Wald, um Bereiche zu schützen, die noch nicht vom Brand betroffen sind. Gleichzeitig seien immer wieder kleinere Brandstellen in der Entstehungsphase bekämpft worden.

Die Kühlmaßnahmen mit Wasser auf dem Sprengplatz wurden nachts wieder ausgesetzt, weil für die eingesetzten Roboter und Panzer Licht und Übersicht nicht ausreichen. Diese Arbeiten gingen am Morgen weiter.

News zum Brand im Grunewald vom 6. August: Ehrenamtliche Helfer wollen Wildtiere retten

17.31 Uhr: Mehr als 1000 Tierarten gibt es nach Schätzungen von Derk Ehlert, Wildtierexperte der Senatsumweltverwaltung, im Grunewald. Wie viel Fläche Wald tatsächlich von dem Brand, der auf dem Sprengplatz der Polizei ausgebrochen war, betroffen ist, ob es ein Boden- oder ein Flächenbrand ist und wie viele Tiere im größeren Umfang verletzt worden sind, sei noch ungewiss.

Rehe, Füchse und Wildschweine haben sich Fachleuten zufolge vor dem Brand in Sicherheit gebracht. „Die meisten Wildtiere sind reine Fluchttiere. Sobald es Gefahr gibt, zum Beispiel Rauch, Störungen wie Explosionen oder Feuer, flüchten die sofort“, erklärt Ehlert. Es sei davon auszugehen, dass die meisten schnellen Tiere mit Beinen oder Flügeln rechtzeitig geflüchtet seien.

Deutlich schwieriger haben es aber kleine Arten. Die Ehrenamtlichen des Vereins „Gnadenhof Wildtierrettung Notkleintiere“ gehen davon aus, dass etliche Hasen, Füchse, Igel, Dachse, Waschbären, Mäuse und mehr bei dem verheerenden Brand schwer verletzt worden sind oder in den Flammen gestorben sind. „Noch dürfen wir die Fläche aus Sicherheitsgründen nicht betreten“, sagt Ruth Schnitzler, Vorstandsmitglied des Vereins. „Aber eine große Anzahl Ehrenamtlicher wartet nur darauf, endlich den Tieren helfen zu können.“

Vor Ort stehen Helfer mit Fangnetzen und Transportkisten, außerdem haben sie bereits in Lichterfelde spontan eine Rettungsstation aufgebaut. Dort sollen bei dem Brand verletzte Wildtiere dann aufgepäppelt und tierärztlich versorgt werden. Schnitzler schließt auch nicht aus, dass sie auch größere verletzte Tiere finden könnten. „Das Gelände ist zwar umzäunt, aber es gibt ja immer Löcher“, sagt sie. „Wir fürchten leider, dass sehr viele Tiere unsere Hilfe brauchen. Doch mit jeder Stunde, in der wir das Gebiet nicht betreten dürfen, schwindet unsere Hoffnung, noch lebende Tiere zu finden, die wir dann retten können.“

Bahnstrecke wieder befahrbar

15.38 Uhr: Die Berliner Feuerwehr hat den Großbrand im Grunewald jetzt so weit unter Kontrolle, dass der Bahnverkehr wieder starten kann. „Ab sofort sind sowohl die S-Bahn, als auch Regional- und Fernverkehr wieder frei“, sagte ein Sprecher am Nachmittag. Allerdings blieben die Avus und die Havelchausee für den Autoverkehr gesperrt – weil diese Strecken noch etwas dichter an den „Hot Spots“ des Sprengplatzes liegen.

Dort versuchen Einsatzkräfte, die Areale weiterhin mit Wasser zu kühlen. Die Avus freizugeben sei „das nächste Ziel“, hieß es. Einen genauen Zeitpunkt nennt die Feuerwehr aber nicht. Alle zwei Stunden beraten Experten vor Ort die aktuelle Lage.

Feuerwehr: Noch einige Tage Sperrkreis um Sprengplatz - Bahnverkehr könnte freigegeben werden

13.46 Uhr: Vom Brand auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald geht weiterhin eine große Gefahr für die unmittelbare Umgebung aus. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Sperrkreis um das Feuer noch einige Tage bestehen wird. Gleichzeitig sind erste Lockerungen in Aussicht.

„Die Löschmaßnahmen auf dem Sprengplatz und die Kühlmaßnahmen dieser drei Hotspots, die durch den Sprengmeister definiert worden sind, zeigen Wirkung“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Es geht nun darum, die Kühlung des Platzes verlässlich sicherzustellen. Bleibe die Löschwasserversorgung permanent bestehen, könne der Bahnverkehr in den Nachmittagsstunden wieder freigegeben werden.

Die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke sind weiterhin gesperrt. Beide befinden sich im Kreis von 1000 Metern um den Sprengplatz, aber relativ am Rand. „Auch wenn wir den Bahnverkehr freigeben, bleiben die äußeren Absperrungen stehen“, sagte Kirstein. Die Avus bleibe ebenfalls weiterhin gesperrt.

Rund um den Einsatzort hatte die Feuerwehr bereits am Donnerstag nach Ausbruch des Feuers einen Sicherheitsradius von 1000 Metern verhängt. Die Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam ist ebenso wie die Autobahn 115 wegen des Einsatzes gesperrt. Betroffen sind S-Bahnen ebenso wie Regionalzüge, IC und ICE.

Feuerwehr: Weiterhin „enorme Gefahr“ auf Sprengplatz im Grunewald

11.20 Uhr: Die Lage auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Dort besteht natürlich eine enorme Gefahr“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Samstag in Berlin. Auf dem Sprengplatz gebe es drei vom Sprengmeister definierte Hotspots. „Die werden jetzt gekühlt mit Robotertechnik.“ Dafür werden gepanzerte Fahrzeuge und Roboter eingesetzt.

Ein Problem sind die extremen Temperaturen, am Freitag waren bis zu 700 Grad gemessen worden. Zu neuen Messungen wollte Kirstein keine Angaben machen. „Es wird permanent überwacht“, sagte er. Dies fließe in die Bewertung mit ein. Erklärtes Ziel sei die Einschränkung des Sperrkreises von aktuell 1000 Meter um den Sprengplatz. Dies hänge davon ab, wie der Sprengmeister die Gefahr der Wärme auf dem Sprengsatz für dort gelagerte Munition und Kampfmitteln bewerte.

Die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke sind weiterhin gesperrt. „Bahnverkehr und Avus befinden sich im Kreis von 1000 Metern, aber relativ am Rand“, sagte Kirstein. Ziel sei, zumindest den Bahnverkehr freizugeben, weil die Strecke „am äußersten Rand des Kreises“ verlaufe.

Im umliegenden Wald konnte eine Ausweitung des Brandes in der Nacht verhindert werden. „Wir haben kleinere Brandnester immer wieder abgelöscht“, sagte Kirstein. Die Situation unmittelbar um den Sprengplatz müsse laufend neu bewertet werden, etwa ob ein Vorgehen auch mit Feuerwehrkräften möglich ist. „Aber dafür bedarf es erst einmal ein Stück weit mehr Sicherheit auf dem Sprengplatz.“

Rund um den Einsatzort hatte die Feuerwehr bereits am Donnerstag einen Sicherheitsradius von 1000 Metern verhängt. Die Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam ist wegen des Einsatzes gesperrt. Betroffen sind S-Bahnen ebenso wie Regionalzüge, IC und ICE.

Debatte um Sprengplatz - SPD-Politikerin skeptisch wegen Transports

11.09 Uhr: Die Vizechefin der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion, Inka Gossmann-Reetz, hat sich in der Debatte um alternative Standorte für den Berliner Sprengplatz im Grunewald skeptisch geäußert. Das Berliner Umland sei inzwischen sehr dicht besiedelt, sagte die Politikerin am Samstag rbb24-Inforadio. „Auch hier müssen wir (...) sehr gut aufpassen, dass wir die Menschen hier nicht in erhöhte Gefahr bringen.“ Gossmann-Reetz sagte: „Das würde ich persönlich auch ablehnen, dass wir hier gefährliche Transporte von Berliner Bomben durch unser dicht besiedeltes Brandenburger Umland machen.“ Transporte und Erschütterungen seien ein hohes Risiko.

Sie habe aber Verständnis, dass Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) das Gespräch mit Brandenburg suche. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) werde hier ein offenes Ohr haben, sagte die Landtagsabgeordnete. Der Brand im Grunewald löste eine erneute Diskussion über eine mögliche Verlegung des Standorts aus.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) zeigte sich aufgeschlossen für Gespräche mit Berlin über die Kampfmittelbeseitigung: „Wir haben eine gute Kooperation mit Sachsen und sind natürlich auch offen dafür, wenn sich Berlin in Zukunft an unseren Verfahren der Kampfmittelbeseitigung beteiligen möchte.“

Brandenburgs zentrales Sprenggelände liegt in einem Wald in dem kleinen Ort Kummersdorf-Gut, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte gesagt, weil Transporte für alte Weltkriegsbomben sehr gefährlich seien, brauche es weiterhin einen nahe gelegenen Sprengplatz.

Weiter Sperrungen wegen Brand im Grunewald - keine weiteren Explosionen in der Nacht

6.02 Uhr: Der Brand im Grunewald in Berlin ist auch zwei Tage nach dem Ausbruch nicht vollständig gelöscht - die nahe gelegene Stadtautobahn Avus und die Bahnstrecke bleiben weiter gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer Entscheidung zu rechnen, wann und ob die Strecken geöffnet werden können. Es brenne weiter auf dem Sprengplatz, aber nur innerhalb eines abgegrenzten Gebiets. Dort würden kleinere Brandstellen gelöscht. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde.

In der Nacht zu Samstag habe es keine weiteren Explosionen mehr gegeben, hieß es weiter. Ferngesteuerte Roboter zur Erkundung der Sperrzone seien aufgrund der entspannteren Lage in der Nacht wieder abgezogen worden. Die Erkundung des Gebiets solle am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Obwohl die Flammen um das Gelände im Grunewald weitgehend gelöscht sind, ist die Gefahr vor allem für die Einsatzkräfte noch nicht gebannt. Der Boden auf dem Gelände dort war am Freitag laut Polizei an manchen Stellen noch bis zu 700 Grad heiß. Um die Gefahr weiterer Explosionen von Munitionsresten zu verringern, müssen diese Bereiche mit Wasser gekühlt werden. Die Feuerwehr und eine Spezialfirma setzten einen Löschpanzer ein. Einige Lagerstätten von gefährlichen Explosivstoffen würden schon immer ständig mit Wasser gekühlt, dort sei nichts passiert.

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen sprach am Freitag von einem längeren Prozess, bei dem auch immer wieder mit „Fernthermometer“ die Temperatur der erhitzten Munition gemessen werde. Nur so könne die Feuerwehr entscheiden, wo kühlendes Wasser, das über Schläuche aus der drei Kilometer entfernten Havel gepumpt werde, nötig sei.

Rund um den Einsatzort hatte die Feuerwehr bereits am Donnerstag einen Sicherheitsradius von 1000 Metern verhängt. Erst wenn die Kühlungen erfolgreich seien und die Gefahr sinke, könne der Sperrkreis auf 600 Meter Radius verringert und dann auch die Avus und die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Die Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam ist wegen des Einsatzes gesperrt. Betroffen sind S-Bahnen ebenso wie Regionalzüge, ICs und ICEs.

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen betonte: „Es ist der Sicherheit geschuldet.“ Bei weiteren Explosionen von Munitionsresten könne Material weit geschleudert werden. Die Sprengexperten haben drei Gefahrenbereiche erkannt, dort werde die Feuerwehr gezielt kühlen. Angesichts der komplizierten Gefahrenbekämpfung setzt die Feuerwehr hochmoderne und teure Technik verschiedenster Organisationen ein.

News zum Brand im Grunewald vom 5. August: Avus und Bahnstrecke bleiben vorerst gesperrt

21.50 Uhr: Die Lage auf dem Sprengplatz wird am Sonnabendmorgen zwischen 8 und 9 Uhr neu bewertet. Nach Angaben der Feuerwehr ist frühestens gegen Samstagmittag mit einer neuen Entscheidung zu rechnen – auch darüber, ob die Sperrungen der Avus und der Bahnstrecke aufgehoben werden. Feuerwehrchef Karsten Homrighausen betonte: „Es ist der Sicherheit geschuldet.“ Bei weiteren Explosionen von Munitionsresten könne Material weit geschleudert werden.

Detonationen zwangen am Freitagnachmittag Spezialkräfte zum Rückzug

19.40 Uhr: Auch am späten Freitagnachmittag gab es auf dem Sprengplatz Grunewald noch Detonationen, so dass sich Spezialkräfte zurückziehen mussten. Das sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen in der rbb Abendschau. Bis 22 Uhr wird ein Löschpanzer Glutnester löschen. Feuerstellen gebe es weiterhin nur innerhalb eines definierten Riegels, eine Ausweitung gebe es nicht, so die Feuerwehr. Aktuell gebe es im Wald außerhalb des Sprengplatzes keine großen Brandherde.

Bomben werden wieder mit Wasser gekühlt

18.30 Uhr: Seit 17.35 Uhr werden die beiden Weltkriegsbomben wieder durch die ferngesteuerten Roboter mit Wasser gekühlt - zuvor war aufgrund von Brand- und Rauchentwicklung das Löschen nicht möglich. Gegen 19 Uhr soll es eine Neubewertung des Sprengmeisters geben. Dann kann gegebenenfalls über die Öffnung des Bahn- und Avusverkehrs entschieden werden.

Polizeipräsidentin Slowik: Lage auf Sprengplatz "weniger katastrophal als befürchtet"

16.27 Uhr: Die Lage auf dem in Brand geratenen Sprengplatz der Berliner Polizei ist nach Angaben von Polizeipräsidentin Barbara Slowik nach erster Ansicht weniger katastrophal als zunächst angenommen. Sie schilderte am Nachmittag der Morgenpost ihre Einschätzung, die auf dem Bericht des Sprengmeisters beruht, der im Laufe des Tages auf das Gelände vorgedrungen war. Er habe eine große Weltkriegsbombe gefunden, die aus ihrem Lager herausgeschleudert worden sei, sagte Slowik. Um diese herum gebe es noch Glutnester, weswegen man die Bombe noch nicht mit Wasser kühlen könne. Wenn das geschafft sei, könne man den Sperrkreis von einem Kilometer verkleinern und die Avus wieder freigeben. Wann das gelingen werde, könne sie jedoch noch nicht sagen.

„Aber insgesamt sind die Schäden deutlich geringer als wir befürchtet haben“, sagte die Polizeipräsidentin. Der wesentliche Teil der Bomben liege unversehrt in den unbeschädigten Lagern. Die Schutzmaßnahmen seien „eigentlich wirksam“ gewesen, so Slowik.

Die ständige Bewässerung der Weltkriegsbomben habe sich bewährt, das Feuer habe dort gestoppt. Die Zünder seien ohnehin entfernt, das explosive TNT sei aber natürlich noch darin. Auch Fahrzeuge und Einsatzfahrzeuge der Sprengmeister seien unversehrt.

Zwei Lagerhäuser seien jedoch durch das Feuer zerstört worden. Dabei sei offenbar vor allem weniger gefährliche Pyrotechnik detoniert.

Slowik geht davon aus, dass die Berliner Polizei den Sprengplatz weiterhin nutzen kann, wenn das Feuer endgültig gelöscht ist. Dass vorübergehend die täglich im Durchschnitt zwei bis drei Berliner Munitionsfunde nach Brandenburg gefahren werden müssten, sieht sie nicht. Sie schloss auch aus, explosives Material erst in Berlin zwischenzulagern und dann an einem anderen Ort in Brandenburg „umzusetzen“, wie Experten das kontrollierte Vernichten von Blindgängern nennen.

Der Bedarf nach einem stadtnahen Sprengplatz werde hoch bleiben, denn bisher sei erst ein Drittel der in Berlins Erde liegenden Weltkriegs-Blindgänger geborgen worden. Die Munition über weite Strecken zu transportieren, werden im Laufe der Jahre immer unsicherer. Denn je länger eine Bombe im Erdreich liege, desto unsicherer würde sie in der Handhabung.

Feuerwehr auch mit Löschboot im Einsatz

14.58 Uhr: Die Feuerwehr geht nicht nur zu Land gegen den Brand vor. Sie hat auch ein Löschboot im Einsatz.

Polizei versprühte bislang 1,8 Millionen Liter Wasser

14.37 Uhr: Die Polizei hat bislang mit Wasserwerfern 1,8 Millionen Liter Wasser versprüht, um das Gelände zu befeuchten und zu kühlen. Man sei mit 200 Einsatzkräften im vor Ort, hieß es bei Twitter.

Deutsches Rotes Kreuz sorgt für Verpflegung

14.30 Uhr: Um die Versorgung kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz Zehlendorf, das seit Donnerstagmorgen unter der Avus-Brücke einen Stand aufgebaut hat, wie Einsatzleiter Tim Lissors berichtet. „Wir haben Wasser, Kaffee, Tee - das, was man eben so braucht.“ Für das Frühstück wurden Brote geschmiert, und zum Mittagessen gibt es ein Nudelgericht, das von den Einsatzkräften dankbar entgegengenommen wird. „Teilweise wird das Essen aber auch zu den Einsatzkräften gebracht“, so Lissors.

Grunewald-Brand: Feuerwehrmann leicht verletzt

13.55 Uhr: In der Nacht ist eine Einsatzkraft der Freiwilligen Feuerwehr leicht verletzt worden. Die genaue Ursache ist Feuerwehrsprecher Kirstein nicht bekannt. „Er musste nicht in ärztliche Behandlung. Wir wünschen ihm gute Besserung.“ Insgesamt fällt Kirsteins Bilanz positiv aus: „Wir sind froh, dass sonst niemand ernsthaft verletzt wurde und gestern niemand bei 37 Grad einen Schwächeanfall erlitten hat.“ Dabei habe es im Laufe des ersten Einsatztages Versorgungsprobleme gegeben, die aufgearbeitet werden müssten. „Es gab zu wenig Essen, das auch viel zu spät ankam.“ Heute sei die Versorgung durch die Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes gut geklärt.

Polizei: Boden auf Berliner Sprengplatz noch 700 Grad heiß

13.52 Uhr: Der Boden auf dem in Brand geratenen Sprenggelände im Berliner Grunewald war am Freitag nach Angaben der Polizei an manchen Stellen noch 700 Grad heiß. Um die Gefahr weiterer Explosionen von Munitionsresten zu verringern, müssten diese Bereiche mit Wasser gekühlt werden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Dies habe eine Erkundung des Geländes durch einen Sprengmeister der Polizei und Experten der Bundeswehr in einem Bergepanzer am Vormittag ergeben.

Außerdem seien zwei Bomben aus dem Weltkrieg mit einem Gewicht von je 250 Kilogramm auf dem Sprengplatz aus ihren Halterungen gerissen worden. Sie seien zwar nicht explodiert, aber ebenfalls sehr heiß geworden und müssten gekühlt werden. Dafür seien die Feuerwehr und eine Spezialfirma mit einem Löschpanzer im Einsatz.

Der Sperrkreis um das Gelände und die Sperrungen von Autobahn und Bahnstrecken wurden am Freitag zunächst aufrecht erhalten. Erst wenn die Kühlungen erfolgreich seien und die Gefahr sinke, könnten der Sperrkreis auf 600 Meter Radius verringert und dann auch die Autobahn und die Bahnstrecken wieder freigegeben werden, sagte Cablitz.

Detonation riss zwei Weltkriegsbomben aus Verankerung

13.45 Uhr: Auf dem Sprengplatz im Grunewald konnten drei Gefahrenschwerpunkte identifiziert werden, so Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor Berlin. Laut Thilo Cablitz, Polizeisprecher, befänden sich diese nicht in den Bereichen, die regelmäßig bewässert werden. Er konkretisiert: „Bei einer großen Detonation wurden zwei Weltkriegsbomben aus ihrer Stellung geworfen. Sie sind zwischen 200 und 250 Kilogramm schwer und gehören eher zu den kleineren Kalibern.“

Die Aufgabe der nächsten Stunden sei es, basierend auf den Bildern des Sprengmeisters geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wie die Kühlung der Gefahrenstellen gelingen kann.


Der Kampf gegen die Feuer und Explosionsgefahr sei eine interdisziplinäre Aufgabe und verlaufe gemäß Gunnar Heyne, Leiter der Berliner Forsten, reibungslos. „Ich bin uneingeschränkt optimistisch, dass wir die Lage in den Griff bekommen“, so Heyne. Die größte Gefahr gehe nicht vom Waldbrand, sondern von der gelagerten Munition aus. Für diese steht die Bundeswehr mit ihrer Expertise und ihren gepanzerten Fahrzeugen zur Seite. „Nun übernimmt der Dachs-Panzer, den man sich wie einen geschützten Bagger vorstellen kann“, erklärt Brigadegeneral Jürgen Karl Uchtmann, der bereits am Donnerstag vor Ort war. „Unser Bergepanzer hat seinen Job gemacht und eine fünf Kilometer Schneide geschlagen. Die kann in Zukunft für Rad- oder Wanderwege genutzt werden.“

Feuerwehr - "Gefährlichster Einsatz der Nachkriegsgeschichte"

12.50 Uhr: Die Berliner Feuerwehr bezeichnet das Feuer im Grunewald als den "herausforderndsten und gefährlichsten Brandbekämpfungseinsatz in der Nachkriegsgeschichte". Aktuell seien 150 Feuerwehrleute sowie Kräfte anderer Behörden und Organisationen im Grunewald im Einsatz, heißt es in einer Zwischenbilanz der Feuerwehr am Mittag.

Das Feuer habe sich am Donnerstag von 15.000 auf bis zu 500.000 Quadratmeter ausgedehnt. Dabei sei es am Abend zu weiteren Detonationen im Bereich des Sprengplatzes gekommen. In unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle habe sich eine Schafherde befunden. Sie musste vor Ort verbleiben, weil die Gefährdung für die Einsatzkräfte bei einer Evakuierung zu groß gewesen wäre.

Der Sprengmeister der Berliner Polizei habe am Freitag mit einem gepanzerten Fahrzeug der Bundeswehr den Sprengplatz begutachten können. Nun würden Miniroboter, die auch Wasser abgeben können, zum Einsatz kommen.

Mittlerweile hätten Einsatzkräfte auch in den Sperrkreis hinein Löschangriffe vornehmen können. Brennendes Unterholz und Waldboden habe erfolgreich abgelöscht werden können. "Am Rand des Sperrkreises ist vollumfassend eine Riegelstellung aufgebaut worden, um eine Ausbreitung des Waldbrandes über den Sperrkreis hinaus zu verhindern", so die Feuerwehr.

Zur Lagebeurteilung sind seit Tagesanbruch wieder ein Hubschrauber der Bundespolizei und eine Drohne mit Wärmebildkameras im Einsatz.

Forstamt zu Feuer im Grunewald: Wohl keine größeren Wildtiere verbrannt

12.47 Uhr: Durch die heftigen Explosionen auf dem Sprengplatz der Polizei und den großen Brand im Grunewald ist auch die Natur geschädigt worden. Es gehe auch um einen enormen ökologischen Schaden, sagte die Forstamtsleiterin Grunewald, Katja Kammer. Bäume, die durch das Feuer zerstört wurden, seien zum Teil über 100 Jahre alt gewesen. Der wirtschaftliche Schaden sei noch unklar.

Größere Wildtiere seien durch das Feuer und die Detonationen von Munition und Feuerwerk vermutlich nicht getötet worden, sagte sie. Tiere im Wald würden bei Rauchgeruch und Knallgeräuschen fliehen. „Jedes Tier, das vier Beine hat oder Flügel, entfernt sich aus diesem Gefahrenbereich. Man kann davon ausgehen, dass keine Wildschweine verbrannt sind.“ Die hätten sich wohl in kühlere Bereiche an die Havel verzogen. „Denen wird es wohl gut gehen.“

In den nächsten Wochen werde das Gebiet untersucht und geschädigte Bäume gesichert oder gefällt. Die dortigen Wege würden erstmal gesperrt, Spaziergänger dürften sie zunächst nicht betreten.

Bergepanzer fahren Schneisen in den Wald

11.05 Uhr: Bergepanzer der Bundeswehr fahren derzeit Schneisen in den Wald, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten kann. Bäume werden dafür nicht vorher von Hand gefällt, der Panzer fährt mit seinen 40 Tonnen über alles drüber.

Weil der Sprengplatz weiterhin die große Unbekannte für die Einsatzkräfte ist, sind innerhalb des einen Kilometer großen Sperrkreises ferngesteuerte Löschroboter unterwegs. Mittels Wassertanks und Düse können sie gezielt vor Ort eingesetzt werden.

Die Avus und auch die S-Bahnstrecke sind weiterhin gesperrt. Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein, hofft, dass die Sperrungen im Laufe des Tages aufgehoben werden können.

Sprengmeister dringt in Panzer auf den Sprengplatz vor

10.52 Uhr: Der Waldbrand auf 50 Hektar sei laut Feuerwehr in der vergangenen Nacht fast vollständig gelöscht, durch den Wind jedoch wieder angefacht worden. "An vielen Stellen gibt es noch kleine Brände mit massiver Rauchentwicklung“, informiert Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. Daher sei damit zu rechnen, dass der Rauch in den Südwesten der Stadt ziehen wird. "In Steglitz-Zehlendorf wird es tagsüber sicherlich eine Rauchbelästigung geben, zumindest eine Geruchsbelästigung.“ Die Bevölkerung werde unter anderem über die Katastrophen-Warn-App Nina gewarnt.

Der Waldbrand sei jedoch mit den vorhandenen Einsatzkräften und der ausreichenden Wasserversorgung zu bewältigen. Gegen 10 Uhr konnte der Sprengmeister trotz weiterer Detonationen in den Morgenstunden in einem Bundeswehr-Bergepanzer auf den Sprengplatz vordringen und erste Bilder machen. „Das ist ein guter Fortschritt. So weit waren wir gestern noch nicht.“ Nun gelte es die Bilder auszuwerten, um auf dieser Grundlage weitere Maßnahmen einzuleiten. Davon ist abhängig, ob auch Feuerwehrleute das Gelände betreten dürfen und wann die nahe gelegene Autobahn und die Bahnstrecken wieder freigegeben werden können.

Viele Feuer gelöscht - Sprengplatz weiter ein Problem

9 Uhr: Große Teile des Feuers im Berliner Grunewald sind mittlerweile gelöscht - der Sprengplatz vor Ort ist laut Feuerwehr aber weiterhin ein großes Problem. In der Nacht habe die Feuerwehr die Flächenbrände im Umkreis des Platzes bekämpft. „Diese Brände sind seit heute Morgen nahezu gelöscht“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. Nur vereinzelt gebe es am Boden noch Glutnester und kleinere Feuer. Gebrannt hatte es demnach insgesamt auf einer Fläche von etwa 42 Hektar.

Im Zentrum der Arbeiten am Freitag steht nun der Sprengplatz, um den wegen der Explosionsgefahren ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern gezogen wurde. Ziel sei es, am Vormittag ein genaueres Lagebild von dem Sprengplatz zu erhalten. Der Sprengmeister der Polizei soll in einem Panzerfahrzeug der Bundeswehr an den Sprengplatz ranfahren und von der Außengrenze einen ersten Eindruck gewinnen und eine Einschätzung abgeben. Dieser Plan sei am Donnerstagabend abgebrochen werden.

Außerdem habe die Feuerwehr einen Löschpanzer einer privaten Firma angefordert, der in Gebieten mit Explosionsgefahren eingesetzt wird, sagte Kirstein. Zudem sollen drei Roboter aus Niedersachsen, die auch löschen können, in den Sperrkreis Richtung Sprengplatz fahren. Auch weitere Bergepanzer der Bundeswehr werden eingesetzt.

Kirstein betonte, für die Feuerwehr sei dieser Brand eine „ganz besondere Lage und Herausforderung“. Weiterhin seien 150 Feuerwehrleute im Einsatz.

Slowik: "Sprengplatz Grunewald ist die einzige genehmigungsfähige Anlage in Berlin"

8.40 Uhr: Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik zeigt sich offen für eine Verlegung des Sprengplatzes im Grunewald. Im RBB-Inforadio sagte sie am Morgen: "Ich kann die Diskussion gut nachvollziehen." Der Sprengplatz Grunewald sei bislang die einzige genehmigungsfähige Anlage auf Berliner Grund.

Slowik erklärte weiter, dass die Berliner Polizei täglich zwei bis drei Einsätze habe, bei denen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg oder andere Explosivstoffe in den Grunewald gebracht werden müssten. "Das setzt eine gewisse Nähe voraus. Zumal Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg in der Handhabung immer etwas unsicherer sind", so Slowik. Mit einer 250-Kilo-Bombe 100 Kilometer auf der Autobahn unterwegs zu sein, das sei ein "gewisser Unsicherheitsfaktor".

Slowik zeigte sich offen für Diskussionen über einen neuen Standort für einen Sprengplatz. Brandenburg habe allerdings begrenzte Ressourcen. "Bisher haben wir da keine Möglichkeit gefunden, jetzt wird’s neue Gespräche geben", so Slowik.

Feuerwehr hofft auf Ende der Avus-Sperrung im Laufe des Freitags

8.24 Uhr: Die Berliner Feuerwehr hofft, dass die Autobahn Avus und der Zugverkehr rund um das Feuer im Grunewald am Freitag wieder freigegeben werden können. „Das große Ziel ist, dass man im Laufe des Vormittags Erkenntnisse auf dem Sprengplatz gewinnt. Davon hängt auch die Sperrung ab“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Freitagmorgen dem RBB. In der Nacht seien die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten gut vorangekommen. Die Feuerwehr habe „nahezu alles, was es an Technik gibt in Deutschland“ anfahren lassen, sagte Kirstein. „Wir fahren hier heute groß auf.“

Kleinere Brände im Sperrkreis

8.15 Uhr: Teile des Feuers im Berliner Grunewald sind laut Feuerwehr zwar gelöscht - der Sprengplatz ist demnach aber weiter ein großes Problem. „Am Boden gibt es noch kleinere Brände im Sperrkreis“, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein. Das seien „einige Stellen, das ist keine große Fläche mit großer Intensität“. Ungünstig sei das Auffrischen des Windes, weil es die Gefahr berge, dass das Feuer wieder aufflamme.

Feuerwehr: "Müssen mit weiteren Detonationen rechnen"

7.35 Uhr: Das Feuer im Grunewald hat sich in der Nacht zum Freitag nicht über den Sperrkreis hinaus ausgebreitet. „Die Brände konnten innerhalb der Ringstellung gehalten werden“, teilte die Feuerwehr mit. Das Hauptproblem sei weiterhin der Sprengplatz, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. „Wir müssen damit rechnen, dass es weiter zu Detonationen und zum Trümmerflug kommt.“ Die Feuerwehr habe die ganze Nacht hindurch gearbeitet.

Am frühen Morgen sei weitere Spezialtechnik eingetroffen, die bei der Erkundung der Sperrzone helfen könne, sagte Kirstein. Dabei handele es sich um drei ferngesteuerte Roboter, die tiefer ins Gebiet vordringen könnten. Auch gepanzerte Fahrzeuge, die löschen könnten, seien gebracht worden.

Das ist in der Nacht in Grunewald passiert

6.15 Uhr: Der Kampf gegen das Feuer im Grunewald bleibt für die Einsatzkräfte der Feuerwehr weiter mühsam. Ein Feuerwehrsprecher sagte am Morgen, die Feuerwehr habe aus anderen Bundesländern sowie von der Bundeswehr Unterstützung in Form von vier gepanzerten Kettenfahrzeugen erhalten. Dazu zähle etwa ein Löschpanzer, wodurch die Einsatzkräfte neue Möglichkeiten erhielten.

Der Einsatz eines mit Kameras ausgestatteten und ferngesteuerten Spezialroboters der Bundeswehr, mit dem die Lage auf dem Sprengplatz erkundet werden sollte, musste am Abend abgebrochen werden.

Es sei nicht davon auszugehen, dass sich das Feuer über den 1000-Meter-Sperrkreis hinaus ausbreite, hieß es. Einsatzkräfte hatten die angrenzenden Waldgebiete bewässert, um ein Ausbreiten der Flammen zu erschweren.

Zunächst sei am Freitag eine Bewertung der Lage auf dem Sprengplatz nötig, sagte ein Sprecher weiter. „In den Morgenstunden wird die Bundeswehr gemeinsam mit der Polizei Berlin versuchen, dort Bilder zu machen, damit der Sprengmeister eine Einschätzung durchführt“, so der Sprecher.

News zum Brand im Grunewald vom 4. August: Feuerwehr: Mehrere Gebäude auf dem Sprengplatz brannten schon früh

22.05 Uhr: Die Ursache für den Brand im Grunewald ist nach Angaben der Berliner Feuerwehr nach wie vor unklar. „Das war heute hier großes Thema: Wie kann es dazu kommen?“, sagte der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, am Donnerstagabend in einer rbb-Sondersendung zum Großbrand im Südwesten Berlins. Kirstein wies darauf hin, dass auf dem Sprengplatz im Grunewald bereits mehrere Gebäude „in Vollbrand“ gestanden hätten, als die Feuerwehr am frühen Morgen dort eingetroffen sei. Die Ursachenermittlung übernehme aber die Polizei.

Nach Einschätzung der Feuerwehr könnte es auch am Freitag zu Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr kommen. Zunächst sei allerdings eine Bewertung der Lage auf dem Sprengplatz nötig. „In den Morgenstunden wird die Bundeswehr gemeinsam mit der Polizei Berlin versuchen, dort Bilder zu machen, damit der Sprengmeister eine Einschätzung durchführt“, sagte Kirstein. Es sei davon auszugehen, dass die Sperrung etwa der Autobahn Avus, die zunächst bis 6 Uhr ausgerufen sei, vielleicht sogar tagsüber noch nicht aufgehoben werden könne.

CDU-Chef fordert gemeinsamen Sprengplatz für Berlin und Brandenburg

20.15 Uhr: CDU-Landeschef Kai Wegner hat Verhandlungen mit Brandenburg über einen gemeinsamen Sprengplatz beider Länder gefordert. Aus dem Brand im Grunewald auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei müsse man die richtigen Konsequenzen ziehen, sagte Wegner in der RBB-„Abendschau“. „So ein Sprengplatz gehört nicht in ein Naherholungsgebiet“, sagte der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende. Es habe immer wieder viele Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern darüber gegeben. „Jetzt müssen Verhandlungen mit Brandenburg geführt werden. Ich hoffe, dass wir da zu gemeinsamen Ergebnissen kommen“, sagte Wegner. Mehr über die Forderung und ihre Hintergründe lesen Sie hier.

Erneut Explosionen auf dem Sprengplatz im Grunewald

19.21 Uhr: Im Grunewald ist es auf dem Sprengplatz der Polizei am frühen Abend erneut zu Explosionen gekommen. Sie seien auch in 1,2 Kilometer Entfernung gut zu hören gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein der Deutschen Presse-Agentur. Die Detonationen seien bemerkt worden, während ein Spezialroboter der Bundeswehr den Sprengplatz erkunden sollte. Der Einsatz sei deshalb abgebrochen worden. Auch anschließend habe es noch mehrere Detonationen gegeben.

Die Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz, mit denen die Feuerwehr am späten Nachmittag begonnen hatte, gingen dagegen weiter, sagte Kirstein.

Polizei war mit 500 Kräften im Einsatz

19.20 Uhr: Die Berliner Polizei hatte im Laufe des Tages wegen des Brandes 500 Kräfte im Einsatz - vor allem zur Sicherung des Sperrbereiches.

Umweltsenatorin fordert Konsequenzen aus der Zunahme von Waldbränden

18.37 Uhr: Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch hat Konsequenzen aus der Zunahme von Waldbränden gefordert. Deren Zahl sei in den vergangenen Jahren bundes- und europaweit gestiegen, sagte die Grünen-Politikerin nach einem Besuch im Grunewald. „Das hat natürlich mit dem Klimawandel zu tun - nicht dieser Brand wohlgemerkt, aber die Zunahme insgesamt“, sagte Jarasch. „Und darauf müssen wir uns einstellen.“ Katastrophen- und Bevölkerungsschutz müssten einen höheren Stellenwert bekommen, aber auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forsten, die in Berlin zum Glück schon sehr gut sei. „Und wir müssen den Wald umbauen zu einem Mischwald, der mehr Feuchtigkeit speichert und nicht so leicht in Brand gerät, wie es reine Nadelwälder tun“, sagte Jarasch.

Neue Entwicklung Grunewald: Feuerwehr kann näher an Brand heran

17.26 Uhr: Die Feuerwehr kann mittlerweile eine gute Nachricht vermelden. Der Sperrkreis rund um den Sprengplatz wurde in einigen Teilen von 1000 auf 500 Meter reduziert. „Unsere Einsatzkräfte können jetzt dahin vordringen und das Feuer am Boden bekämpfen“, sagte Sprecher Thomas Kirstein gegen 17.15 Uhr. Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, indem sie Schneisen im Wald anlege, von denen aus dann Löscharbeiten möglich seien. Derweil verschaffe sich der Sprengmeister über den Roboter der Bundeswehr erste Eindrücke vom Sprengplatz selbst. Erst wenn er weitere Explosionen ausschließen kann, dürfen die Feuerwehrleute dorthin vordringen. Die schlechte Nachricht: Statt der bisher angenommenen 1,5 Hektar sind 50 Hektar vom Brand betroffen. „Die brennen nicht alle komplett, die sind zum Teil nur verraucht.“

Berliner Forsten: "Um den Sprengplatz gibt es viel Laubholz, was vorsichtig optimistisch stimmt"

17.18 Uhr: Zusätzliche Expertise erhalten die Einsatzkräfte durch die Mitarbeitenden der Berliner Forsten, die die Waldwege kennen und Aussagen über die Baumstände treffen können. "Um den Sprengplatz gibt es viel Laubholz, was mich vorsichtig optimistisch stimmt", sagt Gunnar Heyne, Leiter der Berliner Forsten. Außerhalb des Sperrgebiets, nordwestlich, gebe es hingegen Kiefernwälder, die deutlich anfälliger für Brände sind. In der Vergangenheit habe es im Grunewald bereits Waldbrände gegeben, so Heyne. Um den Wald für künftige Dürren und Hitzewelle fit zu machen, soll im Rahmen eines Programms mit dem Senat mehr Mischwald entstehen. Zudem sei eine Kooperation zwischen den Berliner Forsten und der Feuerwehr kurz vor dem Abschluss, die die Zusammenarbeit in Zukunft verbessern und Expertise zusammenführen würde.

"Jede Minute, in der keine Detonation zu hören ist, ist gut"

17 Uhr: Mittlerweile seien rund 50 Hektar Fläche vom Brand betroffen, wie Feuerwehr-Sprecher Kirstein berichtet. "Dort brennt nicht alles, sondern ist streckenweise verraucht." Der ein Kilometer Sperrkreis bleibe bestehen, doch könnten die Einsatzkräfte nach Einschätzung des Sprengmeisters teilweise bereits 500 Meter vordringen, da keine offenen Flammen mehr zu sehen seien. "Jede Minute, in der keine Detonation zu hören ist, ist gut." Aufgrund der Druckwelle könne allerdings noch kein Hubschrauber über dem Platz eingesetzt werden. Dieser müsse einen Mindestabstand von 1000 Metern bewahren, wodurch nur ein Bruchteil des abgegebenen Wassers den Sprengplatz erreichen würde.

Feuerwehr: Einsatz im Grunewald zieht sich bis Freitag

16.57 Uhr: Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand im Grunewald bis Freitag anhalten wird. „Wenn man hier eine vorsichtige Einschätzung vornimmt und wenn man das realistisch analysiert die Lage, sieht es so aus, dass wir schon damit rechnen, dass die Lage mindestens auch noch in den frühen Morgenstunden nicht beendet sein wird. Sich über die Nacht zieht“, sagte James Klein vom Pressedienst der Feuerwehr. Der Brand breite sich innerhalb des Sperrkreises der Feuerwehr nach Südwesten aus. „Wir hatten zuerst ein Feuer am Sprengplatz, das hat sich auf drei, vier Feuer erweitert“, sagte Klein. „Wenn man jetzt sich die Drohnen- und Hubschrauberbilder anguckt, haben wir da mehrere Glutnester, die noch zu den drei, vier dazugekommen sind. Das Feuer bewegt sich in den Südwesten (...) und da sind überall kleinere Glutnester.“ Die Riegelstellung können aber gehalten werden. „Da ist das Feuer noch nicht rüber gekommen.“

Feuerwehr stellt sich auf mögliche Ausweitung des Brandes ein

16.08 Uhr: Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. „Wir haben feststellen müssen, dass das Feuer im Sperrkreis weitergelaufen ist“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. „Wir haben gesehen, dass das Feuer schon in Richtung Avus läuft. Damit ist jetzt zu rechnen in den nächsten Stunden.“ Es sei davon auszugehen, dass der Brand sich noch ausweite und auch die Rauchentwicklung zunehme.

„Wir sind mit Kräften weiter vorgerückt, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kirstein. Es gehe darum, den Sperrkreis um den Sprengplatz der Berliner Polizei verkleinern zu können, so dass die Feuerwehr zum Löschen näher an ihn herankommen könne. Bisher gilt ein Sicherheitsradius von 1000 Metern. Auf dem und rund um den Sprengplatz brennt es seit den frühen Morgenstunden.

Grunewald-Feuer: Noch keine Löscharbeiten im Sperrkreis

15.55 Uhr: Die Feuerwehr hat im Berliner Grunewald noch nicht mit Löscharbeiten im Sicherheitsradius von 1000 Metern rund um den Sprengplatz der Polizei begonnen. Das sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen am Donnerstagnachmittag mit Hinweis auf die damit verbundenen Gefahren. „Wir haben die Vorbereitungen intensiviert, genau ab dem 1001. Meter“, sagte Homrighausen. Wenn Brände sich über den Sicherheitsbereich auszuweiten drohten, könne ihnen begegnet werden.

„Wir haben uns darauf vorbereitet mit einem massiven Kräfteaufgebot“, sagte der Landesbranddirektor. Die Löschwasserversorgung aus der Havel und der Krummen Lanke sei unerschöpflich. Das Löschwasser werde an die Einsatzstelle gebracht, bis an die Sicherheitszone.

Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, etwa indem sie Schneisen in die Waldfläche ziehe, sagte Homrighausen. Das biete der Feuerwehr mehr Bewegungsmöglichkeiten und verbessere die Chancen der Brandbekämpfung, falls sich das Feuer ausweiten sollte.

„Wir haben im Augenblick 250 Kräfte“, sagte der Landesbranddirektor. Einige davon seien noch auf der Anfahrt zum Brandort. Berliner Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr seien dabei gemeinsam im Einsatz.

Auf dem Sprengplatz Grunewald lagern tonnenweise Kampfmittel

15.54 Uhr: Handgranaten, Bomben und haufenweise kaum erkennbare, rostige Überbleibsel todbringender Waffen: Kaum ein Ort in Berlin beweist, wie real die Grauen des Krieges auch hier einmal waren, wie der Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald. Auch 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs müssen die Polizeifeuerwerker des Kampfmittelräumdienstes regelmäßig ausrücken, um Sprengkörper unschädlich zu machen und einzusammeln – rund 900 Mal im Jahr. Alle Details zum Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald lesen Sie hier.

Giffey im Grunewald eingetroffen - Polizei geht von langem Einsatz aus

14.15 Uhr: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ist im Grunewald eingetroffen. Sie wolle sich vor Ort ein Bild von der Lage machen, schrieb die Senatskanzlei auf Twitter. Sie habe ihren Urlaub unterbrochen, hieß es.

Kurz bevor sie vor die Presse tritt, weht eine Rauchschwade vom Waldbrandgebiet über die Sammelstelle der Einsatzkräfte. Giffey spricht von einem einmaligen Ereignis seit 1945 in Berlin. Über die Zukunft des Sprengplatzes werde mit allen Beteiligten ein „ernstes Gespräch“ geführt. „Wir müssen überlegen, ob ein Sprengplatz auf Berliner Boden noch richtig ist.“ Gleichzeitig betont sie, dass die Löscharbeiten schwieriger geworden wären, wenn sich der Sprengplatz in einem Wohngebiet befunden hätte.

Die Berliner Polizei teilte derweil mit, dass der Einsatz voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern werde. Der Fokus liege derzeit auf einer "vorsichtigen Brandbekämpfung". Im Anschluss solle mit der Brandursachenermittlung begonnen werden.

CDU fordert Schließung des Sprengplatzes

14.05 Uhr: Die Berliner CDU fordert die sofortiges Schließung des Sprengplatzes der Berliner Polizei im Grunewald. In einer Mitteilung heißt es: "Dieser hoch gefährliche explosive Ort hat nichts in einem Naherholungsgebiet zu suchen." Mit dem Land Brandenburg sollten Gespräche geführt werden, die Kampfmittelbeseitigung und notwendige Sprengungen länderübergreifend auf dem Brandenburger Sprengplatz in Kummersdorf/Gut (Landkreis Teltow-Fläming) zu konzentrieren. Die Berliner CDU-Politiker Frank Balzer und Stephan Standfuß teilten weiter mit: „Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr kämpfen gerade mit vereinten Kräften gegen das Feuer im Grunewald. Ihnen gilt unser Dank und die Hoffnung, dass alle Einsatzkräfte erfolgreich und unbeschadet aus diesem gefährlichen Einsatz zurückkehren." Es müsse nun sofort mit der Aufklärungsarbeit begonnen werden.

Feuerwehr: Brand im Grunewald könnte uns noch tagelang beschäftigen

13.55 Uhr: Die Berliner Feuerwehr stellt sich bei der Bekämpfung des Brandes auf einen langen Einsatz ein. Der Brand werde die Einsatzkräfte möglicherweise noch die nächsten Tage beschäftigen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. „Aber wir werden das Feuer löschen.“

Die Brandursache sei nach wie vor unklar. Es sei nicht bekannt, ob es zunächst eine Explosion auf dem Sprengplatz der Polizei im Grunewald oder zuvor bereits ein Feuer gegeben habe.

Die Löscharbeiten haben noch nicht begonnen. Die Einsatzkräfte kommen wegen der Gefahr weiterer Explosionen nicht an das Feuer heran.

Roboter dringt in Sperrkreis ein

13.44 Uhr: In der Sperrzone wurden mehrere kleine Brandherde identifiziert, so Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. Diese liegen außerhalb des Sprengplatzes und wurden möglicherweise durch die Explosionen und den daraus resultierenden Funkenflug ausgelöst. „Ziel ist es, den Sperrkreis zu verkleinern.“ Der Aufklärungsroboter dringe derzeit in Richtung Sprengplatz vor. Kirstein geht davon aus, dass von dort in den nächsten ein bis zwei Stunden Aufklärungsbilder zu erwarten sind.

Bundeswehr mit Räumroboter und Bergepanzer vor Ort

13.05 Uhr: „Die Lage ist volatil, aber durch die Feuerwehr unter Kontrolle“, erklärt Brigadegeneral Jürgen Karl Uchtmann. Die Bundeswehr ist mit 20 Einsatzkräften vor Ort, doch entscheidend sei das Gerät: „Einerseits kommt der Teodor-Kampfmanipulator zum Einsatz, eine Art Kampfmittelräumungsroboter, andererseits der Bergepanzer Büffel, mit dem Brandschneisen gelegt werden.“ Die Bundeswehr helfe außerdem bei der Aufklärung und der Beratung über Munition.

Polizeipräsidentin Slowik: Brandursache im Grunewald noch völlig unklar

12.59 Uhr: Die Ursache für das Feuer im Berliner Grunewald ist laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik noch völlig unklar. „Wir versuchen, so schnell wir können mit den Brandermittlern an den Ort zu kommen“, sagte Slowik am Einsatzort. Zwar hätten Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Einsatzkräfte deutliche Detonationen wahrgenommen. „Aber was genau jetzt ursächlich war, das werden die Brandermittler klären.“

Den Sprengplatz der Polizei im Berliner Grunewald gibt es bereits seit 1950. Dort würden zweimal im Jahr jeweils für mehrere Tage kontrollierte Sprengungen angesetzt, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es habe immer wieder Versuche gegeben, andere Standorte zu suchen.

Auf dem Sprengplatz lagern Polizeiangaben zufolge rund 25 Tonnen unter anderem an Feuerwerkskörpern oder Weltkriegsmunition. Experten machen sie dort normalerweise unschädlich.

Feuer im Grunewald: Innensenatorin Spranger sieht keine Gefahr für Berlins Bewohner

12.46 Uhr: Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sieht die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Grunewald gewährleistet. „Was für mich wichtig ist: Dass die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner nicht gefährdet ist und das ist hier gegeben“, sagte Spranger am Ort des Einsatzes. Es gebe keinerlei toxische Gegenstände, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. „Insofern kann ich Sie jetzt erstmal beruhigen.“ Der Sicherheitsradius von rund einem Kilometer sei auch mit Blick auf die Anwohnerinnen und Anwohner gezogen worden.

Spranger bedankte sich bei den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr. Schon im vergangenen Herbst sei die Waldgegend von leicht brennbaren Materialien wie Gestrüpp oder Totholz befreit worden, so dass sich Feuer nicht so leicht ausbreiten könnten. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) habe ihren Urlaub unterbrochen, um sich am Nachmittag selbst ein Bild vor Ort von der Lage machen.

Iris Spranger besucht gemeinsam mit Polizeipräsidentin Slowik den Einsatzort. Hier ihr Statement im Video.

Feuer im Grunewald: Warum befindet sich der Sprengplatz mitten im Wald? Polizeisprecher gibt Antworten

12.35 Uhr: Thilo Cablitz, Sprecher der Polizei Berlin, erläutert im Kurz-Interview, warum sich der Sprengplatz mitten im Grunewald befindet und wie die Sicherheitsvorkehrungen aussehen.

So will die Feuerwehr die Flammen bannen

12.25 Uhr: Die Feuerwehr baut derzeit von der Havel und der Krummen Lanke aus eine großvolumige Wasserversorgung über eine Wegstrecke von über 3 Kilometern auf - mit Unterstützung eines Löschbootes und diverser Löschfahrzeuge. Zur Lagebeurteilung sind ein Hubschrauber der Bundespolizei und eine Feuerwehr-Drohne im Einsatz. Für eine Beurteilung der Gefährdung durch die auf dem Sprengplatz gelagerte Munition sind gepanzerte Bundeswehr-Fahrzeuge, die mit dem Sprengmeister die Lage innerhalb des Sperrkreises zu einem späteren Zeitpunkt erkunden.

Wegen Trockenheit breitet sich der Brand in dem Sperrkreis weiter aus. Am Rand des Sperrkreises wird von der Feuerwehr eine Riegelstellung aufgebaut, um eine Ausbreitung des Waldbrandes zu verhindern.

Sieben freiwillige Feuerwehren sind in den Dienst gerufen worden, heißt es weiter. Sie sollen die Kräfte vor Ort ablösen und für die Sicherung des Grundschutzes der Bevölkerung sorgen. Die Feuerwehr schreibt: "Aufgrund der starken körperlichen Anstrengung für die Kräfte an der Einsatzstelle – nicht zuletzt durch die hohen Tagestemperaturen - erfordert dieser Einsatz eine hohen Personalaufwand. Die Berliner Feuerwehr geht von einem lang andauernden Einsatz aus und plant demzufolge regelmäßige Personalablösungen durch Kräfte der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr ein."

Berliner Feuerwehr liefert Zwischenbilanz

12.10 Uhr: In einer Pressemitteilung hat die Berliner Feuerwehr das aktuelle Einsatzgeschehen zusammengefasst. Die wichtigsten Punkte:

  • Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 3.24 Uhr.
  • Einsatzkräfte zogen sich nach Eintreffen aus dem Gefahrenbereich zurück, um eine Eigengefährdung zu vermeiden
  • Derzeit ist die Berliner Feuerwehr mit rund 140 Kräften vor Ort.
  • Um 7.10 Uhr waren ca. 15.000 Quadratmeter des Waldgebietes um den Sprengplatz herum von dem Brand betroffen, aktuellere Angaben zur Größe des Feuers meldete die Feuerwehr nicht.
  • Aktuell gibt es keine verletzten Personen, bislang ist auch niemand von einer Evakuierung betroffen.
  • Es wurde ein Sperrkreis von 1000 Metern rund um den Sprengplatz festgelegt. In diesem Bereich halten sich keine Einsatzkräfte auf.

So sieht der Sprengplatz der Polizei aus

12.05 Uhr: Ausgangspunkt des Großfeuers im Grunewald ist der Sprengplatz der Polizei. Laut Feuerwehr werden dort unter anderem Kampfmittelmunition und Feuerwerkskörper gelagert. Unser Lageplan zeigt, wie der Sprengplatz aufgebaut ist:

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Immer noch Explosionen zu hören

11.20 Uhr: Hin und wieder sind Explosionen in der Ferne zu hören. „Im Vergleich zu den Detonationen heute Morgen sind das eher kleinere Explosionen“, sagt Feuerwehr-Sprecher James Klein. In den frühen Stunden hätten sogar die Scheiben der Fahrzeuge vibriert, die rund 1,2 Kilometer vom Brand entfernt stehen.

Feuerwehr: Lage im Grunewald weiterhin unkontrolliert

10.43 Uhr: Laut Feuerwehrsprecher James Klein ist die Lage weiterhin unkontrolliert. „Wir kämpfen gegen drei bis vier Kleinbrände mit zwei Wasserwerfern.“ Die Anforderung eines Löschhubschraubers gestalte sich schwierig, da sie in der Sächsischen Schweiz gebunden seien. Aufgrund der Explosionsgefahr gelte der Sicherheitsradius von einem Kilometer um das Feuer herum auch für den Luftraum, was den Einsatz eines Löschhubschraubers erschweren würde. Die Feuerwehr rechnet damit, erst gegen Nachmittag bzw. Abend näher an das Feuer zu kommen, um es zu bekämpfen. Zuvor sei eine Einschätzung der Lage mit Hilfe von Luftbildern notwendig.

Feuer weiter unkontrolliert - „Das bereitet uns Sorge“

9.52 Uhr: Das Feuer im Berliner Grunewald breitet sich weiter unkontrolliert aus. „Das bereitet uns Sorge“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen. Es gebe nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie es am Sprengplatz in dem Wald genau aussehe. Derzeit würden Aufnahmen einer Drohne und eines Polizeihubschraubers zusammengeführt und ausgewertet. Aufgrund der Gefahr durch Explosionen und umherfliegende Trümmerteile hat sich die Feuerwehr auf rund 1000 Meter um die Flammen herum zurückgezogen.

Feuerwehr legt Sperrradius fest

9.47 Uhr: Die Feuerwehr hat nun einen Sperrradius von 1000 Metern festgelegt, wie die Einsatzkräfte in einem Update bei Twitter mitteilen. Weiterhin sprechen die Brandbekämpfer von 15.000 Quadratmeter, die von dem Feuer betroffen sind. Es komme zu Explosionen. Die Avus sei gesperrt und der umliegende Bahnverkehr unterbrochen.

Video zeigt Explosion aus der Ferne

9.35 Uhr: Der RBB hat bei Twitter ein Video veröffentlicht, das die Explosionen auf dem Sprengplatz im Grunewald aus der Ferne zeigt - aufgenommen vom Corbusierhaus in Westend. Gleich zu Beginn ist zu sehen, wie sich ein Feuerball ausbreitet und anschließend dunkler Rauch aufsteigt.

„Enorme Gefahr“ durch Explosionen und Trümmer

9 Uhr: Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass sie der Brand im Grunewald noch den ganzen Tag über beschäftigen wird. Nach wie vor bestehe eine „enorme Gefahr“ durch Explosionen und umherfliegende Trümmerteile für die Einsatzkräfte, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen dem Sender NTV. Die Feuerwehr habe sich auf rund 1000 Meter um die Flammen herum zurückgezogen. Der Brand lodere deshalb weiter unkontrolliert.

Auslöser des Feuers soll am frühen Morgen eine Explosion auf einem Sprengplatz der Polizei im Grunewald gewesen sein. Laut Feuerwehr werden dort unter anderem Kampfmittelmunition und Feuerwerkskörper gelagert. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung dringend davor, den Wald am Donnerstag zu betreten. Das Gebiet ist großräumig abgesperrt.

Eine Karte zeigt den Ort des Feuers im Grunewald:

Feuerwehr bewässert umliegende Waldgebiete

8.41 Uhr: Die Feuerwehr kommt an den Brand im Grunewald aus Sicherheitsgründen nach wie vor nicht heran - die Einsatzkräfte starteten aber Eindämmungsarbeiten. In einem Radius von 1000 Metern um das Feuer herum begannen sie damit, die angrenzenden Waldgebiete zu bewässern, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Auf diese Weise soll ein Ausbreiten der Flammen erschwert werden. Ein Löschhubschrauber sei angefordert, auch die Bundeswehr ist im Einsatz.

Videos zeigen Explosionen

8.20 Uhr: Beim Kurznachrichtendienst Twitter kursieren Videos, die das Feuer und die Explosionen zeigen. Die Explosionen, die dort zu hören und zu sehen sind, erinnern an ein Silvesterfeuerwerk. Durch Bäume hindurch sieht man zudem, wie ununterbrochen Feuerfontänen in der Art von Silvesterraketen in die Höhe steigen. Auf dem Sprengplatz im Grunewald werden neben Kampfmittelmunition auch Feuerwerkskörper gelagert.

( bea/bee/jes/aro/psi/suko/dpa )