Der Zickzack-Radweg ist weg - das morgendliche Verkehrs-Chaos vor der Schweizerhof-Grundschule in Zehlendorf aber nach wie vor ein Problem. Bis Ende des Jahres soll eine Lösung für die Leo-Baeck-Straße gefunden werden, versicherte jetzt Umweltstadträtin Maren Schellenberg (Grüne) den Bezirksverordneten. "Wir prüfen, ob wir das Radfahren auf dem Gehweg generell erlauben können", so Schellenberg. Eine andere Lösung wäre, nur ein Teilstück vor der Schule wieder zu markieren.
In einer kleinen Anfrage hatte der Bezirksverordnete Andreas Thimm (FDP) noch einmal Aufklärung darüber gefordert, wie es zu dem Zickzack-Radweg kam. Er wollte wissen, wie die konkrete Beauftragung gelautet habe. Maren Schellenberg betonte, dass es nie darum gegangen sei, einen neuen Radweg nach heutigem Modell zu schaffen. "Die Linien des alten Radweges zwischen Teltower Damm und Jänickestraße sollten nachgezeichnet werden", so die Stadträtin. Dem Auftrag sei eine Zeichnung mit geraden Linien hinzugefügt worden.
Doch offenbar gab es bei der Ausführung des Auftrages ein Problem. Die Markierung des alten Radweges auf dem Gehweg war vor Jahrzehnten aufgebracht worden. Seitdem war sie nicht nur verblasst. Auch die Baumscheiben waren größer geworden und hatten sich auf dem Gehweg ausgebreitet. Die Firma habe das Problem offenbar lösen wollen, indem sie zwischen den Bäumen den alten Radweg nachgezeichnet und die Baumscheiben mit einer kantigen Linie ausgespart habe, so die Stadträtin.
Das nächste Mal möchte man "genauer hinsehen"
Sie konnte dem in ganz Deutschland bekannt gewordenen Radweg dennoch etwas Positives abgewinnen. "Der Zickzack-Radweg hat gezeigt, dass der Platz auf dem Gehweg für einen Radweg nicht ausreicht", sagt Schellenberg. Das nächste Mal werde die Verwaltung sehr genau hinsehen, bevor ein alter Radweg nachgezogen wird. Immerhin sind nach Aussage des Stadträtin keine Kosten für das Bezirksamt entstanden. Die Firma musste den Zickzack-Kurs auf eigene Rechnung wieder entfernen.
Schüler und Lehrer der Schweizerhof-Grundschule hatten vor dem Sommerferien im Schulausschuss des Bezirks die Erneuerung des Radweges gefordert, um den Schulweg sicherer zu machen. "Das eigentliche Problem ist das Verkehrsaufkommen zwischen 7.50 Uhr und 8.05 Uhr", sagte Schellenberg in der Sitzung der Bezirksverordneten. In dieser Zeit würden die Elterntaxis die Straße versperren. Ziel müsste es sein, dass sie nicht mehr bis in die Leo-Baeck-Straße hineinfahren. "Solange die Eltern dafür kein Problembewusstsein entwickeln, kann die Verwaltung das Problem nicht ändern", so die Stadträtin.



