Der Zickzack-Radweg in der Zehlendorfer Leo-Baeck-Straße wird in die Radverkehrsgeschichte eingehen - auch nach seinem Verschwinden. Zwei Wochen konnten sich alle über den Kurs mit Ecken und Kanten lustig machen, der auf dem Gehweg um die Baumscheiben herum aufgemalt war. Seit die Spur mit Fräsmaschinen beseitigt wurde, ist es wieder ruhig in der kleinen Anwohnerstraße geworden. Aber nicht ganz.
Denn nun wunderten sich die Radfahrer, warum auch ein Teilstück des Radweges, das korrekt aufgemalt wurde, ebenfalls verschwunden ist. "Zwischen der Prinz-Handjery-Straße und dem Teltower Damm war auf der Seite der Schule an der Leo-Baeck-Straße ein ganz normaler, richtig aufgemalter Radweg", sagt Renate Becker, die in dem Kiez wohnt. Den hätte es schon vor dem Zickzack-Radweg gegeben. Nicht zuletzt, weil die Schule sich dafür eingesetzt hätte, dass er wieder deutlich zu sehen ist.
Doch jetzt ist auch dieser Radweg unter die Fräse geraten und nicht mehr zu sehen. Sie habe den Radweg dort gern genutzt, so die Zehlendorferin, vor allen wenn sie zum Einkaufen fuhr.
Für das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat das alles seine Richtigkeit. Das Amt habe sich entschlossen, die Markierung auf der Nordseite der Leo-Baeck-Strasse insgesamt entfernen zu lassen, sagt die zuständige Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne). Der Radweg solle als Ganzes neu beurteilt werden. "Das Ergebnis steht noch nicht fest", so Schellenberg.
Noch ist ein kleiner Farbrest der alten Spur an der Schule zu ahnen. Doch beim nächsten Unwetter wird auch diese Markierung abgewaschen sein.



