Leo-Baeck-Straße

Zehlendorf: statt Zickzack-Radweg jetzt gar kein Radweg

Bislang war die zuständige Stadträtin davon ausgegangen, dass der Radweg zur Sicherung des Schulweges neu aufgemalt wird.

Das ist Berlins absurdester Radweg

Nein, dies ist kein analoges Tetris-Spiel von Schülern. Dies ist ein Fahrradweg auf der der Leo-Baeck-Straße in Steglitz-Zehlendorf.

Das ist Berlins absurdester Radweg

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Berlin. Der bundesweit bekannt gewordene Zickzack-Radweg in der Zehlendorfer Leo-Baeck-Straße wird nicht mehr ersetzt. Das geht aus der Antwort von Stefan Tidow, Staatssekretär in der Senatsverkehrsverwaltung, auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Stefan Förster hervor. Bei der Beantwortung stützt sich Tidow ausschließlich auf die Aussagen des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf. Das ist ungewöhnlich. Überraschend ist aber auch die Antwort. „Eine Neumarkierung erfolgt nicht“, zitiert Tidow das Amt.

Bislang war die zuständige Stadträtin Maren Schellenberg (Grüne) davon ausgegangen, dass der Radweg zur Sicherung des Schulweges neu aufgebracht wird. Dafür sollte die alte Markierung aus dem Jahr 1984 nachgezogen werden – statt mit einer Zickzack-Linie nun mit einer geraden. Maren Schellenberg ist derzeit im Urlaub und will sich erst am Dienstag zu dem Sachverhalt äußern.

“Bemerkenswert einsilbig“

Auf Försters Fragen, wer den Radweg so angeordnet habe und welche Konsequenzen gezogen würden, reagierte das Bezirksamt „bemerkenswert einsilbig“, so Kay Erhardt, Chef der FDP-Bezirksverordneten. „Die Markierung wurde so nicht beauftragt“, heißt es kurz in der Antwort. Immerhin: Der Radweg, der bis in die Schweiz für viel Spott sorgte und jetzt verschwunden ist, soll das Bezirksamt nichts kosten.

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