Zehlendorf

Berlins Zickzack-Radweg wird weggefräst

Zehlendorfs irrer Zickzack-Radweg sollte schon am ersten Schultag weg sein. Das klappte nicht. Doch seit dem Morgen wird jetzt gefräst.

Berlins irrer Zickzack-Radweg wird entfernt

Berlins irrer Zickzack-Radweg wird entfernt

Foto: Katrin Lange

Berlin.  Am ersten Schultag ging es für die Kinder der Schweizerhof-Grundschule in Zehlendorf noch im Zickzack-Kurs zur Schule. Seit 9 Uhr am Dienstagmorgen wird nun der Gaga-Radweg an der Leo-Baeck-Straße weggefräst.

Dabei sollte Berlins absurdester Radweg, der die Straße bis in die Schweiz berühmt gemacht hat, eigentlich zum neuen Schuljahr verschwunden sein. „Die Lehrer finden es sehr amüsant“, hieß es noch am Montag aus dem Büro der Schulleitung.

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Weniger lustig fand das allerdings Petra Margraf, Referentin der zuständigen Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne). Der Auftrag sei erteilt, schon am vergangenen Wochenende sollte die Tetris-Linie mit einem Sandstrahler entfernt werden. „Die Firma kriegt es offenbar nicht hin“, so Margraf. „Aber woran es liegt, weiß ich auch nicht“, sagte die Referentin. Nun wurde eine andere Firma beauftragt, die offenbar kurzfristig in der Lage ist, die irren Linien zu entfernen.

Die Arbeiter sind jedoch nur für das Entfernen der Markierungen zuständig, nicht für das Auftragen einer neuen Wegführung. Wie der neue Radweg aussehen soll und wann neue Linien gezogen werden, ist noch unklar.

Das Entfernen des Zickzack-Musters koste den Bezirk nichts, so Markgraf, weil das kurioses Muster nie in Auftrag gegeben worden sei. Wie lange die Arbeiten an der Leo-Baeck-Straße dauern, war zunächst offen.

Viel Spott für den Gaga-Radweg

Der etwa 200 Meter lange Radweg an einer Seitenstraße im gutbürgerlichen Südwesten der Stadt hatte viel Spott ausgelöst: Die Markierungen waren in Höhe der Straßenbäume jeweils versetzt. Wer den Weg entlangradeln wollte, musste also im Zickzack fahren - nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Das ist Berlins absurdester Radweg

Warum die Firma ihn so markierte, ist bis heute unklar. Eigentlich sollte nur eine verblichene gerade Linie als Orientierungshilfe für radelnde Schüler nachgezogen werden - ob dies nun nachgeholt wird, soll jetzt diskutiert werden.

Im Internet brachte es der Gaga-Radweg zu einiger Berühmtheit und beflügelte die Fantasie vieler Nutzer. Von Street-Art, Alkohol-Teststrecke oder einer neuen Touristenattraktion war die Rede. Andere fanden ihn schlicht „idiotisch“.

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