Absurder Radweg

Posse um Zick-Zack-Fahrradweg geht weiter

Eigentlich sollte er schon längst weg sein, doch der absurde Radweg von Zehlendorf ist am ersten Schultag immer noch da.

Eigentlich sollte er schon längst weg sein, doch der Zickzackradweg von Zehlendorf ist am ersten Schultag immer noch da.

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Berlin. Im Zickzack-Kurs ging es am ersten Schultag nach den Ferien für die Schüler der Schweizerhof-Grundschule in Zehlendorf auf Berlins berühmtestem Radweg in die Schule. „Alle sind gut angekommen, die Lehrer finden es sehr amüsant“, heißt es aus dem Büro der Schulleitung. Der absurde Radweg, der die Zehlendorfer Leo-Baeck-Straße bis in die Schweiz berühmt gemacht hat, sollte eigentlich zum neuen Schuljahr verschwunden sein.

Der Auftrag war erteilt, am vergangenen Wochenende sollte die Tetris-Linie mit einem Sandstrahler entfernt werden. „Die Firma kriegt es offenbar nicht hin“, sagt Petra Margraf, Referentin der zuständigen Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne). Man finde es auch nicht lustig. „Aber woran es liegt, weiß ich auch nicht“, so die Referentin.

Der Radweg soll auf jeden Fall weg – so viel sei sicher. Und wenn es die eine Firma nicht hinkriege, müsse man vielleicht eine andere Firma finden. Ein neues Datum, bis wann die weißen Zickzack-Linien rund um die Baumscheiben auf dem Gehweg verschwunden sind, wollte die Referentin nicht mehr nennen. „Aber wir machen natürlich Druck“, sagt Petra Margraf.

Den Radweg haben bereits Fahrradartisten entdeckt und Kunststücke im Netz hochgeladen. Bis er weg ist, können sie ihn als Übungsstrecke nutzen.

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